A P R I L



Ausgeschlossen vom Anblicke Gottes 1. April

Begreift Ihr, meine Kinder, dass Ihr noch nicht alles gelernt habt? Aber bald, sehr bald werdet Ihr Eure Aufgabe gemeistert haben und dann werdet Ihr wirklich im Stande sein, Alles durch mich und meine Kraft zu tun.

Habt Ihr nicht gesehen, wie das bei meinen Jüngern war? Erst hörten sie mir ängstlich und ohne rechten Glauben zu, und wie rasch wurden sie dann selbst zu Führern, Heilern, Eroberern durch mich!

Ich besass alle Kenntnis, sie wurde mir von meinem Vater gegeben, als ich im Mannesalter auf Erden war. Ihr versteht das, meine Kinder; ich weiss, dass Ihr es tut.

Tausende meiner Getreuen, und auch Andere, die mich nicht gekannt haben, ertrugen Verrat und Tod ohne vorherigen Todeskampf und Schmerz.

Wäre ich nicht Gottes Sohn gewesen, der die Sündenlast der Menschheit auf sich genommen hatte und sie freiwillig trug bis ich aus eigenem, freiem Willen – für den einen, furchtbaren Augenblick zusammen mit dem sündhaften Menschen für eine kurze Spanne Zeit vom Anblicke Gottes ausgeschlossen ward – wäre ich nicht Gott gewesen und dies mein Leidensweg – dann wäre ich in jenem Augenblicke nur ein feiger, schwacher Sterblicher gewesen.


Das höchste Glück 2. April

Ich bin hier, hier bei Euch, so wahr ich vor Zeiten bei meinen Jüngern war. Ich bin hier, um Euch zu helfen, Euch zu segnen; hier, um in Eurer Gemeinschaft zu sein. Wisst Ihr und könnt Ihr überhaupt begreifen, meine Kinder, dass dies das höchste Glück Eures Lebens ist? All' Eure Vergehen gegen meine Gebote vergeb' ich Euch, wie Ihr mich gebeten habt, – aber beginnt heute ein neues Leben.

Denkt über meine Worte nach und setzt sie auch in die Tat um, festentschlossen, unentwegt. Wenn Ihr das tut, werdet Ihr merken, dass Ihr in Eurer Arbeit mit mir und für mich Wunder wirken könnt. Denkt daran, dass die Kraft Wunder zu wirken nicht davon abhängt, was Ihr tut, sondern was Ihr seid.

Durch meinen Geist verändert werdet Ihr bald Euer jetziges geistiges Kleid für ein schöneres eintauschen. Später legt Ihr auch dieses zur Seite und erwerbt Euch ein noch feineres, und so wird dies weitergehen, von Stufe zu Stufe, und werdet Ihr langsam mehr und mehr mir gleich werden. Freut Euch, Freude, Freude.


Grösse im Dienen 3. April

Meine Kinder, ich bin hier, Euer dienender Meister, der auf Euren Ruf wartet. Ich bin unter Euch als einer, der dient, sanft und demütig, bereit Eurem Rufe zu folgen und Wünsche aufgetragen zu bekommen. Denkt daran, dass Dienen das höchste Zeichen echter Grösse ist. Ich, – der ich einem Universum befehlen könnte – ich warte auf die Wünsche meiner Kinder. Bezieht mich in alles hinein, was Euch bewegt.

Ihr werdet mit der Zeit soviel Freude daran finden, mit einander über mich zu sprechen und mit einander höher und höher zu steigen! Immer gehorsam, demütig und bescheidenen Herzens.

Lernt dies: nicht befehlen – nur dienen.


Göttliches Können 4. April

Ich bin allmächtig und allwissend und habe all' Eure Angelegenheiten in meiner Hand. Göttliches Können wie auch göttliche Macht kommen dabei zur Anwendung. All' die Wunder, die geschehen sind, sind nicht das Ergebnis eines einzigen Augenblicks, wie Ihr Menschen Euch das so oft vorstellt.

Mein Jünger Petrus wurde nicht von einem Moment zum andern von einem einfachen Fischer in einen grossen Leiter und Lehrer verwandelt, nein, gerade durch die Zeit seines Unglaubens, gerade in der Zeit, da er mich verleugnete, machte ich aus ihm, was er werden sollte. Obwohl er schon immer ein ungestümer Sprecher war, bereit die andern Jünger anzuführen, wäre Petrus später doch niemals die gewaltige Macht gewesen, die er war, wenn er nicht zuerst seine eigene Schwäche kennen gelernt hätte. Keiner kann einen andern retten, es sei denn, dass er den Sünder verstünde.

Petrus, der in späteren Jahren solch eine grosse Macht für mich war, der mehr als alle andern Jünger für den Aufbau meiner Kirche tat, war am Anfang durchaus nicht der Petrus, der sagte: «Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes», sondern er war der Petrus, der mich verleugnete. Er, der meine Vergebung im Augenblick seiner tiefsten Zerknirschung erleben durfte, er konnte am besten von mir als dem Erlöser zeugen.

Das Königreich des Himmels kann nur von dem gepredigt werden, welcher die Grösse, Macht und Gewalt dieses Reiches erfahren und schätzen gelernt hat. Meine Apostel haben eine sehr vielseitige Schulung nötig. Oh, freut Euch und jubelt. Ich bin Euch zugetan. Ich werde Euch keine einzige Prüfung mehr auferlegen, als unbedingt nötig ist.


Der die Herzen versteht 5. April

Ruht in mir. Sucht diese Abendstunde um nichts anderes, als nur um mit mir zusammen zu sein. Denkt nicht, dass Ihr versagt habt, wenn ich Euch ab und zu bitte, nichts anderes zu tun, als in meiner Gegenwart auszuruhen.

Ich bin um Euch, viel mit Euch Beiden, nicht nur jetzt gerade, sondern allzeit. Seid Euch meiner Gegenwart bewusst; auf Erden gibt es keine grössere Freude als diese.

Ich verstehe die innerste Regung des Herzens. Selbst solche Seelen, die einander am nächsten stehen, haben viel in ihrem Wesen, das der andern ein versiegeltes Buch bleibt. Nur wenn ich in ihr Leben eintrete, und es lenke, entschleiere ich dem Einen das geheimnisvolle Innerste des Anderen.

Jede Seele ist so gänzlich verschieden von allen anderen. Ich allein verstehe wirklich die Sprache einer jeden und kann zwischen den beiden vermitteln.


Oster-Freude 6. April

Ich leg' meine liebenden Hände segnend auf Euch. Wartet in Liebe und voll Verlangen den sanften Druck meiner Hände zu fühlen, und während Ihr wartet, werden Mut und Hoffnung bei Euch einströmen und Euer ganzes Wesen erleuchten mit der warmen Sonne meiner Gegenwart.

Lasst alles fahren in dieser Osterzeit. Macht Euch frei von den Fesseln der Erde, ihrer Sorge, ihrer Plage, ja selbst ihrer Freude. Löset den harten Griff Eurer Hände, entspannt Euch, – nur dann kann die Flut der Oster-Freude Euch erreichen. Lasst ab von allen Gedanken über Eure Zukunft, Eure Vergangenheit. Legt alles zur Seite, um das Oster-Sakrament des Heiligen Lebens zu empfangen.

So oft fleht der Mensch um Segen und klammert sich noch so sehr an irgend einen irdischen Besitz, dass er keine Hand frei hat, um zu empfangen, was ich ihm in Liebe reiche. Ostern ist die Wunderzeit des ganzen Jahres. Ein Segen ist für Euch bereit, wenn Ihr ihn nur empfangen wollt. Gebt alles andere dafür hin.


Auferstehung 7. April

Aus dem Tode meines Leibes am Kreuze, wie aus dem Sprengen der Samenhülsen bei den Pflanzen ersteht das Neue Leben, das ich jedem Menschen schenke, der es annehmen will.

Sterbt in mir, um zum Selbst zu kommen, um das menschliche Leben zu erwerben, dann werdet Ihr die überwältigende Freude der Oster-Auferstehung kennen lernen.

Ein auferstandenes Leben, so glücklich und so frei wartet auf Euch.

Maria verliess an jenem Ostermorgen ihr Heim, ihre Familie, Freunde, Alle, – um mich zu suchen, und erst als mein «Maria» beantwortet wurde durch ihr in glücklicher, triumphierender Verzückung gerufenes «Rabboni», war ihr Suchen beendet.

So ist es auch mit jedem von Euch. Die Menschen sprechen zu Euch von einem begrabenen Christus. Suchet, bis Ihr mir von Angesicht zu Angesicht begegnet, und mein zärtliches Nennen Eures Namens Euer glücklich antwortendes «Meister» hervorruft.


Zeichen meines Reiches 8. April

            «Meister, wir grüssen Dich. Deine Liebe und Dein Opfer
            wollen wir trachten mit unserer Liebe und unserem Opfer zu vergelten.»

Keine Gabe ist gering, wenn sie vom Geber aus wahrer Liebe gespendet wird. Darum sind für mich die Gaben Eurer Herzen reich und kostbar. Freut Euch über meine frohe Annahme Eures Osteropfers.

Meine Kinder müssen besonders gekennzeichnet sein. «Darum gehet aus von ihnen und sondert Euch ab» lautete das Gebot. Heute, in Leben und Arbeit, in Liebe und Dienen, müssen meine Kinder aus-gezeichnet sein. Ich suchte mir besondere Menschen aus, die meinen Namen verbreiten sollten. Paulus sagte, dass meine Anhänger bereit sein müssten, meinetwegen für Toren ausgescholten zu werden.

Seid bereit abseits zu stehen und von allen äusserlichen Formen der Gesellschaft und Welt absehen zu können, wenn dies meinem Ruhme und Reiche dient. Seid erkennbar an den Zeichen, die alle Die kenn-zeichnen, welche zu meinem Reiche gehören. Seid bereit, Euch vor den Menschen zu mir zu bekennen. Gebt alles andere auf, um mich in Euer Leben eintreten zu lassen.


Auferstandenes Leben 9. April

            «Mache Dich auf, werde licht;
            denn Dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über Dir.»

Heute, an meinem Tage, ergeht der Ruf an Alle, die mich lieb haben, um sich von den irdischen Fesseln zu befreien, von Sünde, Trägheit, Lauheit, Furcht, und allem, was das Auferstandene Leben behindert. Zu erstehen in Schönheit, Heiligkeit, Freude und Friede, in Liebe- und Freude-getragener Arbeit, auf zu erstehen vom Tode zum Leben.

Denkt daran, dass der Tod der letzte Feind war, den ich überwand. Darum wurde mit dem Tode mein Sieg vollständig. Ihr habt darum nichts zu fürchten, denn die Sünde ist auch besiegt und Euch vergeben, wenn Ihr mit mir lebt und arbeitet. Nichts von all dem, was Euch bedrückt und Furcht einflösst, ist im Stande, Euch Schaden zuzufügen. Das sind alles nur Phantome. Die wirklichen Kräfte habe ich in der Wüste bezwungen, im Garten von Gethsemane, am Kreuze und im Grabe.

Lasst nichts Eurem Auferstandenen Leben hinderlich sein. «Auferstanden mit Christus» sagte Paulus. Sucht mehr und mehr über dieses Wiedererstandene Leben zu erfahren. Es ist das Leben des Sieges. Von diesem Auferstandenen Leben wurde richtig gesagt: «Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.» Furcht, Verzweiflung, Tränen kommen in Euch auf, wenn Ihr vor dem leeren Grabe steht. «Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.»

Lasst ab von Eurer Furcht und geht hinaus ans Sonnenlicht, um mich, Euren auferstandenen Herrn zu finden. An jedem Tage wird es vieles geben, dem Ihr im Sinne des Grabes, oder im Sinne der Auferstehung begegnen könnt. Wählt mit voller Überlegung das Eine und verwerft das Andere.


Stolz versperrt den Weg 10. April

Gehorsamkeit ist einer der Schlüssel, der das Tor zu meinem Reiche öffnet, also liebet Euren Nächsten und seid mir gehorsam. Niemand kann mir unbedingt gehorchen ohne mit der Zeit meiner Liebe gewahr zu werden, sie seinerseits mit Liebe zu beantworten und schliesslich die Freude des Liebenden und des Geliebten zu erfahren.

Die harten Steinstufen des Gehorsams führen hinauf zum Mosaik der Freude und der Liebe, das meinem Himmel zu Grunde liegt. Wie auf Erden Einer, der einen Andern lieb hat, sagen kann: «Wo Du bist, da ist auch mein Heim», so ist dies auch mit mir: Wo ich bin, da ist mein Haus – da ist der Himmel.

Der Himmel kann in einem armen Hintergässchen, oder in einem Palaste sein, und ich kann mein Heim im bescheidensten Herzen aufschlagen. Ich kann nur bei den Demütigen wohnen. Wer im Herzen stolz ist, der schliesst den bescheidenen und demütigen Christus aus.


Bewahrt, was Ihr erreicht habt 11. April

Denkt daran, dass meine Anhänger ein eigenartiges Volk sein müssen, verschieden von den Andern. Verschiedene Wege, verschiedene Lebensauffassungen, verschiedene Gebräuche, aus verschiedenen Gründen in die Tat umgesetzt.

Betet um Liebe. Bittet, dass mein Geist der Liebe über Alle ausgegossen werde, denen Ihr begegnet. Seid streng gegen Euch selbst und lernt strenge Ordnung lieben.

Werdet nie in einem Punkte schwach, den Ihr bereits erreicht habt. Ordnung und strenge Zucht, liebt beide und freut Euch, jauchzt und jubelt. Berge können versetzt werden durch festen Willen – durch inbrünstiges Verlangen.


Die schönste Gelegenheit 12. April

Ich führe Euch. Stärke und Hilfe werden Euch zuteil; vertraut nur völlig auf mich.

Fürchtet Euch nicht. Stets bin ich mehr bereit Euch zu erhören, als Ihr mich zu rufen. Folgt mir auf meinem Wege und seid überzeugt, dass Hilfe kommen wird.

Die Not der Menschen gibt Gott die Möglichkeit, ihnen beizustehen. Für mich ist es das Liebste: zu helfen und glücklich zu machen. Des Menschen Not ist die schönste Gelegenheit, die Gott ihm bietet, um seinem Glauben und Vertrauen Ausdruck zu geben. Dieser Beweis von Glauben und Vertrauen ist alles, was Gott benötigt, um seine Macht zu offenbaren. Glaube ist der Schlüssel, der Zugang gibt zu Gottes Vorratskammern.

Meine treuen Diener, Ihr verlangt nach Vollkommenheit und Ihr seht Euren traurigen Misserfolg. Ich sehe Eure ehrliche Treue und, wie eine Mutter sich der unbeholfenen, unvollendeten Arbeit ihres Kindes annimmt und sie in zärtlicher Liebe zu Ende führt, so sehe ich Eure demütige Pflichttreue und kröne sie mit Vollkommenheit.


Wohlwollen 13. April

Habt die Menschen lieb und lacht mit ihnen; helft Eure Welt durch Eure Anwesenheit glücklicher zu machen. Verbreitet Liebe und Freude auch an den grauen Tagen Eures Lebens. Es gibt Tage, die für meine Schüler einer wilden Wüste gleichen, und auch solche, die ganze Berge von Veränderungen und Umgestaltungen mit sich bringen, aber an beiden ist es die unentwegt und treu erfüllte Pflicht, die zählt.

Seid wohlwollend und freundlich gegenüber Allen. Trachtet bei ihnen das Herz zu sehen, so wie ich es sehe. Erkennt Schmerz und Schwierigkeiten in eines Anderen Leben, wie ich sie erkenne. Bittet mich – bevor Ihr jemand um etwas fragt oder ihm etwas sagt – Mittler zwischen Euch und ihm zu sein.

Lebt wirklich und völlig in der Stimmung des Gebetes. Wenn Ihr mit mir sprecht, dann findet Ihr die Seelenruhe. Einfache Aufgaben, regelmässig und getreulich ausgeführt, schliessen ihre eigene Vergeltung ein und bilden das Mosaik des Bodens, auf dem der Erfolg aufgebaut werden kann.

Heisst Alle willkommen, die den Weg zu Euch finden. Ich liebe Euch.


Am gleichen Strange ziehen 14. April

Meine Kinder, ich führe Euch allzeit. Ihr beschreitet vielleicht nicht stets den angewiesenen Weg, aber die Führung ist immer so sicher, so unverkennbar. Gott macht auf wunderliche Weise von Euch Beiden Gebrauch. Schreitet glücklich vorwärts, alles wird Euch noch deutlich werden.

Um ein guter Turner zu werden, muss man lernen das Gleichgewicht zu bewahren. Es ist Ausgeglichenheit und Haltung, die beherrschte Harmonie, die ich Euch jetzt lehre. Das wird Euch Überlegenheit geben, wenn Ihr mit Andern zusammenkommt, und diese Macht wird jetzt schon aufs schönste offenbar.

Lasst das Zusammenleben mit mir den Kern Eures Lebens ausmachen. Richtet Euer Beider Leben gänzlich danach ein, dass ich im Mittelpunkt stehe. Das gibt Euch das wahre Gleichgewicht, wie dies auch bei einem empfindlichen Instrument der Fall ist.

Je Besser Ihr Beide dies begreift, desto schneller fallen alle Schwierigkeiten und Widerstände weg. Wenn meine Schüler meine Zukunftsabsichten erkennen, dann räumt die Kraft dieser Einsicht mit allen in ihrem Bereich liegenden Hindernissen auf. Ihr werdet Beide gewaltige Macht haben, um dies zu tun. Das geistige Licht an sich selbst wirkt schon Wunder.

Die Menschen verschwenden so viel Zeit mit ihren Versuchen, um das auszuarbeiten, was sie sehen. Ich erkläre Euch, dass Alle Arbeit bereits getan ist, sobald man meine Absicht begriffen hat. Habe ich doch zu meinen Jüngern geäussert: «Ich habe Euch noch viel zu sagen; aber Ihr könnt es jetzt nicht tragen.» Aber Euch Beiden, und anderen, die zu zweit zusammen sind und auf mich hören, so wie Ihr es tut, kann ich diese Dinge jetzt erklären, die ich damals unausgesprochen lassen musste.

Ist die Botschaft von Paulus jetzt nicht deutlich: «Zieht nicht am fremden Joch mit Ungläubigen», denn meine Hilfe und Leitung werden bis ins Unmessbare verstärkt, wenn zwei eins sind in ihrem Verlangen, mit mir zusammen zu sein – aber so wenige haben dies begriffen.


Fühlt Euch nie zu schwach 15. April

Befolgt meine Weisungen. Sie sind Sprossen in der Leiter, die zum Erfolge führt. Vor allem: Bleibt gleichmässig ruhig, unbewogen.

Zieht Euch zurück in die Stille, um dieses Gleichmass wieder zu erringen, wenn es auch nur für einen Augenblick verloren war. Ihr erreicht hiermit mehr als mit aller Eurer Tätigkeit während eines ganzen langen Tages. Bleibt ruhig um jeden Preis, denn Ihr könnt niemand helfen, wenn Ihr aufgeregt seid. Ich, Euer Meister sehe dies anders, als die Menschen es sehen können.

Fühlt Euch jeder Aufgabe gewachsen. Alle Arbeit wird hier durch meinen Geist ausgeführt, der durch die Demütigsten und Einfachsten hinströmen kann. Dafür ist allein ein brauchbarer, unverstopfter Kanal nötig. Macht Euch vor Eurem eigensten «Ich» frei und alles ist gut.

Betet um Alles, aber konzentriert Euch auf einige wenige Ziele, bis diese erreicht sind. Ich wache über Euch. Stärke und Kraft für Eure täglichen, stündlichen Aufgaben werden Euch geboten. Es ist daher Euer Fehler und Eure Sünde, wenn sie nicht angefordert werden, und Ihr deswegen Euer Ziel nicht erreicht.


Liebt die, die Euch dienen 16. April

Liebe, Liebe, Liebe. Wahre, sorgende Liebe ist das Geheimnis. Bringt all denen Liebe entgegen, die Ihr unterrichtet, die mit Euch zusammen arbeiten, die Euch dienen.

Verweilt oft bei dem Gedanken, dass Gott Liebe ist. Schliesst dabei an, was ich sagte: «Ich und der Vater sind eins.» Überdenkt oft meine Handlungen hier auf Erden. Erkennt in ihnen die reine, angewandte Liebe.

Wenn es Gott war, der so handelte, dann war es Liebe, reinste Liebe, welche diese Handlungen verrichtete, diese Wunder wirkte. Dann müsst auch Ihr in Eurem Leben aus Liebe, aus Gott handeln. Vollkommene Liebe bedeutet vollkommene Vergebung. Ihr seht also, meine Kinder: wo Gott ist, da kann die Vergebung nicht fehlen, denn das wäre sonst ein Fehlen von Liebe.

      Gott ist Liebe ..... Kein Verurteilen
      Gott ist Liebe ..... Kein Groll
      Gott ist Liebe ..... Lauter Geduld
      Gott ist Liebe ..... Die All-Macht
      Gott ist Liebe ..... Die vollkommenste Hilfe.

Alles was Euch not tut, ist dass Ihr Gott und die Menschen lieb habt. Liebe zu Gott bedeutet Gehorsamkeit auf jeden Wunsch, auf jeden Befehl. Liebe ist die Erfüllung aller Gesetze.

Betet viel um Liebe.


Zweierlei Freude 17. April

Meine Kinder, ich komme. Die danach verlangen, meinen Willen zu tun, senden einen Ruf aus, dem ich nie widerstehen könnte und der mich alle Hindernisse überwinden lässt.

Blosse Ergebung und Unterwerfung unter meinen Willen schliesst mich aus mehr Herzen aus, als Unglaube. Kann es gegenüber Liebe etwas Ärgeres geben als stille Unterwerfung? Mein Wille und mein Wunsch müssten in freudiger Erwartung willkommen geheissen werden, wenn meine Arbeit in Euren Herzen und in Eurem Leben Erfolg haben soll.

Die einzige stille Unterwerfung, die möglicherweise für mich annehmbar wäre, ist die Eures eigensten «Ich», das – durch mein Andringen von seinem Platze vertrieben – sich in das Unvermeidbare fügt, mir seinen Thron abzutreten. Dadurch lässt es meinem Lehrling die Freiheit, meinen Willen voll freudiger Erwartung und stürmischer Ungeduld auszuführen.

In jeder wirklichen Lehrschule, wie auch in der wahren geistigen Entwicklung eines jeden Menschen erlebt er zu Anfang das Wunder und die Freude der ersten Berührung, dann folgt die lange, ununterbrochene Zeit des mühsamen Lernens und der schweren Anspannung, während welcher Frohsinn und Freude so sehr der Vergangenheit anzugehören scheinen, dass man fürchten könnte, sie kämen nie wieder zurück.

Aber die Erfahrung meiner ständigen Gegenwart, das im täglichen Leben stets wiederkehrende Erkennen meines Wirkens, die mehr und mehr sich häufenden Zeichen, welche alle auf meine Führung weisen, die zahllosen Fälle, in denen scheinbarer Zufall oder wunderliches Zusammentreffen auf mein liebevolles Vor-Sorgen zurückgeführt werden kann oder muss, – all dies zusammen erweckt nach und nach das Gefühl des Staunens, der Sicherheit und Dankbarkeit, dem schliesslich die Freude folgt.

Freude gibt es zweierlei Art: Die Freude geboren aus Liebe und Bewunderung, und die Freude begründet auf Liebe und Kenntnis. Zwischen dem Erfahren dieser beiden Arten von Freude liegen schwere Arbeit und Anstrengung, verlorene Hoffnungen und beinahe vernichtende Enttäuschungen.

Bestreitet diese aber mit meiner Kraft, oder noch besser: Klammert Euch blindlings, hilflos an mich, und lasst mich sie bekämpfen; gehorcht dabei stets meinen Anweisungen, nehmt meine Leitung an, und die zweite Art der Freude wird folgen.

Und von dieser zweiten Art der Freude war es, dass ich sagte: «Eure Freude soll niemand von Euch nehmen.»

Trauert der ersten nicht nach, die zweite Art der Freude ist das grössere Geschenk.


Keine dunklen Tage 18. April

So viel Licht, solche Freude geht von diesem Haus aus. Es hat seinen Einfluss auf Alle, die hierher kommen.

Denkt nun nicht, dass Ihr trachten müsst, sie alle zu unterstützen. Gebt ihnen nur Eure volle Liebe, heisst sie willkommen, erweist ihnen kleine Gefälligkeiten, zeigt ihnen Eure Zuneigung, – und ihnen muss geholfen werden.

Liebe ist Gott. Gebt ihnen Eure Liebe und Ihr gebt ihnen Gott. Danach lasst Ihr IHN SEINE Arbeit allein tun. Umfasst Alle mit Eurer Liebe, auch die Bettler. Sendet nie einen fort ohne ein Wort der Aufmunterung, ohne ihn Euer Mitgefühl spüren zu lassen. Es könnte doch sein, dass ich den Drang, um Euch aufzusuchen, ins Herz eines solchen Verzweifelnden gelegt habe. Stellt Euch vor, wenn Ihr mich im Stiche liesset!

Ausserdem habt Ihr ja gar keine Wahl. Ihr sagtet mir, dies sei mein Haus. Ich werde es dann auch gebrauchen. Denkt immer daran. Es gäbe keine dunklen Wintertage auf dieser Welt, wenn die Liebe in den Herzen all' meiner Kinder scheinen würde.

Oh! Meine Kinder, fühlt Ihr nicht die Freude, mich zu kennen, mich lieb zu haben und mit mir zusammen zu sein?


Das Leben ist eine Liebesgeschichte 19. April

Ihr habt mich, und ich habe Euch nötig. Meine zerrissene Welt braucht Euch. Manch ein erschöpftes und verwirrtes Herz bedarf Eurer. Manch ein müdes und bekümmertes Herz wird wieder zuversichtlich werden, wenn es durch Euch mir näher kommt.

Gesundheit, Friede, Freude, Geduld, Ausdauer, all dies ist das Ergebnis der Berührung mit mir.

Oh! Es ist ein wunderbarer Weg, der Weg hinauf, voll herrlicher Entdeckungen, zärtlicher Vertrautheit, und überraschenden, beinahe unfassbaren Verstehens. Wahrlich, das Christliche Leben, also das Leben mit mir, ist eine Liebesgeschichte. Überlasst alles ruhig mir.

Alles, was Ihr entbehrt habt, werdet Ihr bei mir finden: den Minner und Freund Eurer Seele, Vater, Mutter, Kamerad, Bruder. Versucht es mit mir.

Ihr könnt nie zuviel von mir verlangen, noch meine Liebe und geduldige Nachsicht zu sehr in Anspruch nehmen.

Erwartet, verlangt, fordert von mir: Heilung – Macht – Freude – Unterstützung – Alles, was Ihr nur wollt.


Des Herzens höchste Not 20. April

Es gibt ein Kreuz auf Golgatha, an dem man ganz allein und verlassen hängt, ohne dass einem die Nächsten, die Liebsten beistehen können. Aber neben diesem Kreuze ist (unsichtbar für Euch) noch ein anderes aufgerichtet. Zu meinen Geliebten sage ich wenig; ich hänge dort nur, wieder aufs Neue, neben jedem einzelnen während der Stunden seiner höchsten Herzensnot.

Habt Ihr je an die Freude gedacht, welche die geduldige, ruhige und liebevolle Gehorsamkeit meiner Jünger Meinem Herzen macht? Ich kenne keine Freude, die der gleich käme, welche ich beim anhänglichen Vertrauen eines meiner Geliebten fühle.

Die Wunden an Händen und Füssen schmerzen wenig verglichen mit den Wunden im Herzen. Das sind die Wunden, welche mir nicht durch meine Feinde, sondern durch meine Freunde geschlagen wurden.

Kleine Zweifel, kleine Befürchtungen, kleine Missverständnisse – sie sind's, diese Eure an sich so nebensächlichen, täglichen Schwierigkeiten, mit denen Ihr zu mir kommt, die mein Herz froh stimmen.

Der zu Euch spricht, bin ICH, Euer Meister.


Ihr werdet Sieger sein 21. April

Ich bin bei Euch. Meine Gegenwart ist ein Zeichen meiner Vergebung. Ich halte und stütze Euch.

Ihr werdet Sieger sein. Fürchtet keine Veränderungen. Ihr könnt Veränderungen ja gar nicht fürchten, da ich, Euer Herr, mich nicht verändere. Jesus Christus bleibt derselbe, gestern, heute, ewig. Ich stehe Euch zur Seite. Auch Ihr werdet stetig und unveränderlich sein, wenn Ihr in mir verweilt. Findet Eure Ruhe in mir.

Wie beim richtigen Atmen aus einer sorgfältigen Übung eine Gewohnheit wird die man unbewusst, doch richtig ausführt, so ist es auch, wenn Ihr Euch regelmässig übt in meine Gegenwart zurückzukehren, sobald das geringste Gefühl der Unruhe Euer absolutes Gleichgewicht und Eure Harmonie stört. Auch dies wird eine Gewohnheit und Ihr werdet in das völlig bewusste Anfühlen meiner Gegenwart hineinwachsen, und unbeschreibliche Ruhe und Harmonie wird über Euch kommen.

Das Leben ist eine Lehrschule. Denkt daran, dass nur sehr viel versprechende Schüler durch den Meister aus der grossen Masse ausgewählt werden für die strenge und ermüdende Zucht, Lehre und Schulung.

Ihr Beide verlangt danach, nicht so zu sein wie Hunderte, ja so viele Tausende meiner Anhänger, sondern wie diejenigen, welche in allem, was sie sagen, tun und sind, mein Ebenbild sind. Darum, meine Lieben, betrachtet diese Schulung nicht als eine rauhe und barsche, sondern als eine in zärtlicher Liebe gegebene Antwort auf Eure Bitte.

Für keine von Euch Beiden kann das Leben je wieder dasselbe sein wie es vorher war. Nachdem Ihr einmal von dem durch mich dargebotenen Weine – dem Ewigen Leben – gekostet habt, müssen alle irdischen Versuche, Euren Durst zu löschen, fehlschlagen.


Beklagt Euch nicht, seid fröhlich 22. April

Vertraut auf mich, tut immer, was ich Euch heisse, und alles wird gut sein. Befolgt meine Anweisungen mit der Tat: Unterwerft Euch in blindem Gehorsam der göttlichen Leitung. Dies ist die einzige Bedingung, die erfüllt werden muss, damit Euch und Andern alles, was benötigt wird, in reichem Masse zufliesst.

Die Arbeit, die ich Euch gebe, möge scheinbar in keinem Zusammenhang mit der von Euch ersehnten Hilfe stehen. Jedoch – das Befehlsrecht wie auch die Hilfsquellen unterstehen meiner Macht, und ich stelle meine eigenen Bedingungen, die in jedem Falle wieder anders sind, die ich aber für Jeden der Meinen seinen besonderen Bedürfnissen angepasst habe.

Fürchtet Euch nicht, schreitet nur ruhig vorwärts. Freude – strahlende Freude muss Euch erfüllen. Verwandelt jede Enttäuschung, und wäre sie noch so gering, in Freude. Verwandelt jede Klage in Lachen.

Ruhe – Liebe – Freude – Frieden – Arbeit, und die mächtigsten dieser sind Liebe und Freude.


Zuviel Geschwätz 23. April

Je mehr Ihr mit mir zusammenlebt, desto selbstverständlicher wird Euch Leitung und Führung zuteil. Das steht ausser jedem Zweifel.

Diese Stunden sind jedoch für Euch nicht dazu da, um jetzt um Leitung und Erklärungen zu fragen, dies sind Stunden, in denen Ihr Meine Gegenwart fühlen und Euch ihrer bewusst werden könnt. Fragen die Reben auch immer den Weinstock, ihnen den Saft zu senden und ihnen zu zeigen, in welcher Richtung sie wachsen sollen? Nein, das alles geschieht ganz natürlich und von selbst durch ihre Einheit mit dem Weinstock; habe ich nicht gesagt: « Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben. »

An den Reben hängen die herrlichen Trauben zur Freude und Ernährung von Allen; aber den Reben würde es nie einfallen zu behaupten, die Früchte, die Trauben seien durch sie geformt und gemacht.

Nein, die Trauben sind die Früchte des Weinstocks, der Mutterpflanze. Die Arbeit der Reben ist es, einen Kanal für den Lebensstrom zu liefern.

Darum, meine Kinder, ist die Vereinigung mit mir das grosse, alles überragende Erfordernis. Alles andere folgt danach ganz natürlich und von selbst; die Vereinigung mit mir kann dadurch erreicht werden, dass Ihr Euch meiner Gegenwart richtig bewusst werdet. Seid nicht zu rasch bereit, mit andern hierüber zu sprechen. Lasst Euch nie dazu verleiten.

Betet immer erst darum, dass die Notwendigkeit dafür auch wirklich ersichtlich werde und dass die Führung ganz eindeutig sei. Mein Geist ist durch die Worte der Menschen ausgetrieben worden. Worte, Worte, Worte. Viele haben mich ihren Herrn, ihren Meister genannt, haben aber nicht das getan, was ich sie hiess.

Unterstützt nicht das viele Geschwätz. Taten leben und widerhallen durch die Jahrhunderte hin, – Worte sind vergänglich. Sagte doch Paulus:

      «Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete
      und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz
      oder eine klingende Schelle.
      Und wenn ich weissagen könnte, ....., und hätte
      der Liebe nicht, so wäre ich nichts.»

Denkt daran, dass ich nur selten in Worten zu einem Menschenherzen spreche. Die Menschen wollen Meine Taten durch Euch ausgeführt sehen, Mir in einer Sphäre von Liebe und uneigennütziger Selbstverleugnung begegnen. Denkt nicht, dass Ihr viel sprechen müsst.

Als die Menschen aufhörten einfach und natürlich mit ihrem Gott zusammen zu kommen, flüchteten sie sich in Worte, nichts als Worte. Babel war das Ergebnis. Es kam so weit, dass Gott die Menschen vom Erdboden vertilgen wollte. Verlasst Euch weniger auf Worte und denkt immer daran, dass die Sprache durch die Sinne beherrscht wird. Macht sie daher zu Eurem Diener, lasst sie nie Euer Meister werden.


Ich gehe voran 24. April

Ihr könnt niemals verloren gehen, meine Kinder, da in Eurem Innersten das Leben des Lebens ist; das Leben, das durch die Jahrhunderte hin die Meinen in Gefahr, in Not und Trauer beschützt hat.

Nachdem Ihr einmal im Heiligen Geiste geboren seid, ist ER der Atem Eures Lebens. Ihr dürft nie zweifeln, Euch nie besorgt machen, sondern müsst Schritt für Schritt den Weg in die Freiheit beschreiten. Seht aber zu dass Ihr ihn zusammen mit mir geht.

Das bedeutet also: Keine Sorge, keine Angst, aber es bedeutet nicht etwa: Keine Anstrengung. Als meine Jünger mir erzählten, dass sie die ganze Nacht schwer gearbeitet hatten, ohne jedoch etwas zu fangen, füllte ich ihnen das Boot nicht etwa ohne Anstrengung ihrerseits. Nein! ich befahl ihnen: «Fahret auf die Höhe und werfet Eure Netze aus, dass Ihr einen Zug tut.»

Ihr Leben kam in Gefahr, beinahe sank das Schiff, sie mussten die Hilfe ihrer Freunde anrufen, und hatten zerrissene Netze auszubessern. Jede dieser Schwierigkeiten hätte das Empfinden bei ihnen aufkommen lassen können, dass meine Hilfe nicht für sie gewesen sei. Und doch, – als sie am Ufer sassen und die Netze flickten, begriffen sie meine Liebe und meine Sorge um sie.

Der Mensch entwickelt sich nur durch eigene Anstrengung.

Wenn einer die Bergeshöhe in einer Bergbahn oder in einem Wagen erreicht, hat er die Bergsteiger-Lektion nicht gelernt. Denkt aber daran, dass dies nicht bedeutet, dass kein Bergführer da gewesen wäre, und dass mein Geist nicht die Kenntnis und die Stärke zur Verfügung gestellt hätte.

Wie oft – wenn Ihr auch manchmal wenig davon wisst – gehe ich vor Euch aus, um Euch den Weg zu bereiten, hier ein Herz zu erweichen und dort eines zurecht zu weisen.


Segnet Eure Feinde 25. April

Sagt oft: «Gott segne ... » in Bezug auf jemand, der nicht mit Euch harmonisiert, oder dem Ihr zu helfen wünscht. Sagt es und verbindet damit Euren Wunsch, dass viele Segnungen, Freude und Erfolg ihm in reichem Masse zuteil werden mögen.

Überlasst es mir, für das richtige Mass und für die Schulung dieser Menschen zu sorgen. Ihr müsst für sie nur Freude und Segen wünschen. Jetzt betet Ihr darum, dass sie belehrt und zurecht gewiesen werden möchten.

Oh! wenn meine Kinder doch meine Arbeit mir selbst überliessen, und sich mit den Aufgaben beschäftigen wollten, die ich ihnen auftrage. Liebe, Liebe! Liebe überwindet alle Eure Schwierigkeiten. Auf Liebe werden alle Eure Erfolge aufgebaut sein.

Gott der Vernichter des Schlechten, Gott der Schöpfer des Guten – ist die Liebe. Wenn Ihr einander lieb habt, dann bedeutet das Gott an Eurem Leben teilhaben lassen. Gott in Euer Leben einbeziehen, heisst Harmonie, Schönheit, Freude und Glück zu schöpfen, Wirklichkeit werden zu lassen.


Ich sorge für die Gelegenheiten 26. April

Zweifelt niemals, habt keine Angst. Bei der ersten Spur einer aufkommenden Furcht, die Ihr bei Euch entdeckt, lasst alles liegen, hört auf zu arbeiten, und vertraut Euch in Ruhe mir an, bis Ihr wieder froh und stark seid.

Verhaltet Euch auch genau so, wenn Ihr Euch irgendwie müde fühlt. Ich war während meiner Erdenlaufbahn auch hie und da müde, ja erschöpft. Dann ging ich allein, ohne meine Jünger, irgendwo mich ausruhen und erholte mich am Brunnen. Ich fand neue Kraft – und konnte danach dem Weibe in Samaria helfen.

Das Vollbringen von neuen Wundern erfolgte stets, nachdem ich mich zu Ruheperioden in die Stille zurückgezogen hatte. Lernt das von mir. Wenn man die Beschränkungen des menschlichen Fleisches auf sich nimmt, dann ist man auch denselben Bedingungen unterworfen wie der Mensch, abgesehen von seinen Fehlern und Sünden.

Ich musste meine Jünger lehren, wie die Kraft des Geistes erneuert wird, während der Körper ruht. Da lag ich einmal, zum Beispiel, mit meinem Haupte auf einem Kissen schlafend im Boote. Das war nicht Teilnahmslosigkeit, wie sie dachten. Sie riefen: «Meister, fragst du nichts darnach, dass wir verderben?» und ich musste sie lehren, dass ununterbrochenes Handeln nicht im Plane meines Vaters vorgesehen war.

Als Paulus sagte: «Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus», da wollte er damit nicht andeuten, dass er alles tun und sich dann auf mich verlassen müsse, um die nötige Kraft zu finden. Er wollte sagen, dass er für alles, was ich ihn tun hiess, sicher sein konnte, von mir die dafür nötige Kraft zu erhalten.

Mein Werk in dieser Welt ist immer und immer wieder durch unnötiges Arbeiten, Arbeiten und noch einmal Arbeiten behindert worden. Manch unermüdlicher, nervöser Körper hat den Geist völlig ausgetrieben. Der Geist sollte immer und stets der Meister sein, und den Körper einfach und natürlich benützen, wie es im Augenblick erforderlich ist. Findet Ruhe in mir.

Geht nicht hin und sucht Arbeit für mich. Versucht nie selbst Gelegenheiten vorzubereiten. Lebt mit mir und für mich. Ich bin's, der die Arbeit tut und Gelegenheiten schafft.


Christus sehen 27. April

Ich bin an Eurer Seite; könnt Ihr meine Gegenwart nicht fühlen? Die Verbindung mit mir erhält man nicht durch die fünf Sinne. Geistiges Bewusstsein ersetzt das Sehen.

Wenn jemand mich mit seinen menschlichen Augen sieht, dann bedeutet dies nicht unbedingt, dass sein geistiges Wahrnehmungsvermögen grösser ist als bei Anderen. Nein, sondern dass ich für diese Seele das physische und das spirituelle mit einer geistigen Vision umspannen muss, die für das menschliche Auge erkennbar ist.

Denkt hieran, um die Meinen zu trösten und aufzumuntern, die mich noch nie sahen und doch ein klares geistiges Bewusstsein von mir haben.


Der Umweg 28. April

Durch Dorngestrüpp, durch Wildernisse, über Waldwiesen, hinauf auf die Berge und hinab in die Täler führe ich Euch. Aber ich führe Euch nicht nur, sondern ich reiche Euch auch stets die helfende Hand.

Herrlich ist es für Euch, den Meister überall hin begleiten zu dürfen. Wisst jedoch, dass dieser verschlungene Pfad nicht immer bedeuten muss, dass diese vielgeartete Schulung für Euch persönlich nötig ist.

Wir suchen Schafe, die sich verlaufen haben, – wir bringen DAS REICH dorthin, wo es bisher noch nicht bekannt war. Begreift darum, dass Ihr mich auf meiner Suche begleitet – bei meinem nie endenden Bemühen, um Seelen aufzuspüren.

Ich wähle diese schwierigen und ermüdenden Wege nicht, um Euch zu plagen und zu quälen, nein! sondern weil wir auf Rettung aus sind. Ihr könnt wohl nicht immer die Seelen sehen, die wir suchen. Ich weiss das.


Unstimmigkeit 29. April

Sucht und Ihr werdet finden. Ihr werdet die innerliche Kenntnis finden, welche die Probleme des Lebens erklärt.

Die Schwierigkeiten des Lebens sind durch die Disharmonie im einzelnen Menschen verursacht. In meinem Reiche gibt es aber keinen Streit oder Missklang, sondern höchstens ein Etwas, das meine Schüler sich noch nicht zu eigen gemacht haben. Mein Reich ist aufgebaut auf den Gesetzen der absoluten Ordnung, der völligen Harmonie, der Anwesenheit all' dessen, was nötig ist, der vollkommenen Liebe, vollkommenen Ehrlichkeit, des vollkommenen Gehorsams, – All-Macht, All-Sieg, All-Erfolg.

So oft fehlt es aber den Meinen an Macht, entgeht ihnen der Sieg, haben sie keinen Erfolg, fehlt es ihnen am Nötigsten, entbehren sie die Harmonie, – und sie glauben deshalb, dass ich meine Versprechen nicht einhalte, weil diese sich in ihrem Leben nicht erfüllen.

Diese sind aber nur die äusserlich wahrnehmbaren Folgeerscheinungen, die sich aus Gehorsam, Ehrlichsein, Ordnung, Liebe, ergeben – und sie kommen zustande, nicht etwa als Antwort auf dringende Gebete, sondern ganz natürlich so wie das Licht von einer angezündeten Kerze ausstrahlt.


Frühjahr 30. April

Jauchzt im Frühling des Jahres. Lasst auch in Euren Herzen Frühjahr sein. Die Hohe Zeit der Frucht ist noch nicht da, wohl aber das Versprechen der Blüte.

Seid Euch mit Überzeugung davon bewusst, dass Euer Leben voll der freudigsten Versprechen ist; reicher Segen erwartet Euch, höchste Freude, Wunder.

Alles ist wirklich gut. Lebt in meinem Sonnenschein und in meiner Liebe.