I c h   r u f e   E u c h   n o c h   e i n m a l
 
J A N U A R



Alles ist bereit 1. Januar

Schreibe, denn alle Vorbereitungen sind jetzt getroffen. Die Welt wartet auf Meine Botschaft der Liebe, der Hoffnung und der Freude. Die ganze jetzige Unruhe der Geister ist ein Zeichen dafür; die Abkehr von der Hölle und Form der Religion ein weiterer Hinweis darauf.
 
Der Mensch lässt sich nicht länger durch leere Phrasen und das Versprechen auf ein besseres Leben im Jenseits einschläfern. Er muss Mich kennenlernen, bevor er gewillt wäre, eine Ewigkeit mit Mir zusammen zu verbringen. Hier in Sturm und Not muss er Mich erkennen, wo er der Stärke und der Ruhe bedarf.
 
Er hat bisher geschlafen; jetzt aber ist er wachgeschüttelt worden. Jetzt muss er entweder Mich finden, oder Mich herausfordern, sich selbst zum Ableugnen zwingen, oder aber in stumpfsinniger Gleichgültigkeit versinken. Verstand und Beweise nützen hier wenig. Nur durch das lebendige, beispielhafte Vorleben Meiner Folglinge kann der Menschheit geholfen werden; nur dadurch, dass sie die Meinen völlig unberührt in Frieden und Freude sieht, mitten in einer Welt des Schmerzes, der Enttäuschung und des Misstrauens.
 
Eure Verleugnung lautet heute nicht: «Ich kenne den Menschen nicht». Der Welt ist es gleichgültig, ob Ihr Euch zu Mir bekennt oder nicht. Euer Leben wird aber in ihren Augen als Misserfolg betrachtet, wenn Ihr Mich ihr in Eurer Haltung und Tätigkeit so zeigt, wie Ich bin: Schöpferisch, erhaltend, geisterneuernd, Euer Alles.


Die guten Vorsätze 2. Januar

Durch die Vereinigung mit Mir empfangt Ihr die Stärke, Eure guten Vorsätze auch wirklich in die Tat umsetzen zu können.
 
Die Verbindung mit Mir gibt Euch Kraft, die Arbeit auszuführen, welche Ich von Euch verlange;   d i e   Arbeit, von der Ich weiss, dass Ihr am besten dafür vorbereitet seid; die nur Ihr allein tun könnt, und die Ihr so gut vollbringt.
 
Nur durch die Berührung mit Mir kommt die Gnade über Euch, die Ich allein schenken kann, und die Euch in Stand setzt, denen zu dienen und willkommen zu sein, zu denen Ich Euch hinsende und die Ich zu Euch bringe.
 
Trotz allen Ablenkungen und vielfachen Interessen der Welt: Lebt in Meiner Gegenwart und zieht Euch täglich jeweils zurück, um mit Mir   a l l e i n   zu sein.


Wir brauchen einander 3. Januar

            «Bleibet in mir und ich in euch»
 
Befasst Euch in diesem Jahr immer wieder mit dieser erstaunlichen Wahrheit.
 
I h r   müsst das Jahr hindurch in Mir verweilen, um am Geistleben des Universums, an seiner schöpferischen Macht und Kraft teilzuhaben. Dadurch seid Ihr dann ein Teilchen in Gottes Ganzheit.
 
I c h   aber muss in Euch bleiben, da Ich nur so Meine Liebe, Macht und Wahrheit durch Euch in Tat, Blick und Wort zum Ausdruck bringen kann.
 
Aus diesen Meinen Worten erkennt Ihr meine Doppelnatur:
 
Den starken Beschützer, den mächtigen Schirmherrn, als der Ich Euch, Meinen Gästen, alles biete, dessen Ihr bedürft.
 
Und daneben habt Ihr Mich in Meiner Demut und Bescheidenheit, eins mit Euch, als Euren nahen Gefährten, der in Euch weilt und von Euch abhängig ist.
 
Denkt gut über all dies nach.


Euer Auftrag 4. Januar

Hier und jetzt in dieser Abendstunde rücke Ich ganz nahe zu Euch heran, um Euch zuzuhören. Erzählt Mir vom Frieden, den Ihr in Mir kennt; vom zarten Vertrauen zu Mir, das diesen Frieden und diese Sicherheit in Euer Leben gebracht hat.
 
Morgen kehrt Ihr mit Meiner Botschaft des Ewigen Lebens wieder in die Welt zurück. Die Wahrheit, die Ihr erst jetzt voll zu erfassen beginnt, die Euch Einsicht und Freude bringt, – diese Wahrheit könnt Ihr an Andere weitergeben, damit ihnen die verlorenen Jahre erspart bleiben mögen, die hinter Euch liegen. Wendet Euch zu ihnen hin, so wie Ihr das zu einem tun würdet, der Euch auf gefährlichem Pfade folgt, und warnt sie vor den Tücken des Weges.
 
Zeigt ihnen auch die Schönheiten, die   D E R   W E G   aufweist, die sonnenbeschienenen Hügel weiter vorne, die wundervollen Sonnenuntergänge, die Bäche und die Blumen in Meinen friedlichen Waldwiesen.
 
Lenkt ihre Aufmerksamkeit von den Verführungen und den Täuschungen der Welt ab, und weist sie auf Mich hin, Euren Begleiter auf   d e m   W e g e . Erzählt ihnen von den Freuden, die Ihr in Mir erlebt.
 
Das ist Euer Auftrag vom Hohen Himmel her.


Stunde der Gesundung 5. Januar

Immer noch könnt Ihr erst nur undeutlich erkennen, welch grosse Bedeutung diese Abendstunde für Euch haben wird.
 
Für eine kurze Weile schiebt Ihr der Erde Sorgen, Ärger und Verdruss beiseite und erfahrt die Erhebung der Seele, wie sie durch die ersehnte Gemeinschaft mit Mir entsteht.
 
Ihr werdet erneuert; diese Erneuerung ist Euer Schutz vor seelischem und geistigem Zerfall. «Siehe, ich mache alles neu!»
 
In dieser kurzen Spanne kostet Ihr in inniger Berührung mit mir etwas von Meinem Leben nach der Auferstehung. Es ist der verherrlichte Christus, den Ihr erlebt; und Ihn zu kennen bedeutet Teilhaben an Seinem wiedererstandenen Leben.
 
Damit kommt körperliche, seelische und geistige Gesundheit zu Euch und strömt von Euch zu Andern hin.


Das gelobte Land 6. Januar

Stellt Euch vor, welche Hoffnung an jenem Tage auf dem Berge Mein Herz erfüllte, als Ich Meinen Jüngern erzählte, dass Ich sie zu keinem irdischen Thron führte; dass alte Formeln und negative Auffassungen, die bis dahin soviel gegolten hatten, weggefegt würden; dass Absichten und Eingebungen fortan alles bedeuteten.
 
Nach den Gedanken in seinem Herzen sollte von nun an der Mensch beurteilt werden. Das Gebet sollte einer vom Sohn an seinen Vater gerichteten Bitte gleichen. Liebe sollte die Grundlage für Alles, die Goldene Regel sein. Stammes- und selbst Rassenunterschiede sollten nicht mehr gelten, dafür aber sollte den Rechten und Anforderungen der ganzen, grossen Gottesfamilie entsprochen werden.
 
Zu Höhen, die sie vorher nie erklommen hatten, führte Ich sie hinauf; zu Gipfelpunkten der Wahrheit, die sie als völlig unerreichbar erachtet hatten.
 
Welche Hoffnungen hegte Ich von ihnen, als ihr anfängliches, verwundertes Staunen sich in ein Zukunftsbild wandelte und sie auf Meine Neue Botschaft eingingen!
 
Mit welchen Hoffnungen erfüllt Mich auch heute noch jeder von Euch, Meine Folglinge, da Ihr nun Euer Gelobtes Land vor Euch erblickt!


Reinigendes Licht 7. Januar

«Das aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.»
 
Wahrlich, nicht alle Menschen wünschen Mein Licht; nicht alle würden seinen hellen Schein begrüssen.
 
Viele schrecken vor seinen Enthüllungen zurück. Sie ziehen die Finsternis, die ihre Taten verhüllt, dem schonungslosen Licht vor, welches das Böse sichtbar macht, dessen sie sich schämen.
 
Betet um Licht; freut Euch an seinem Besitz. Begrüsst seine Enthüllungen. Wenn es einmal in Eurem Leben seinen durchdringenden, reinigenden Dienst getan hat, tragt es dann beglückt und triumphierend hinaus in eine Welt, die so schmerzlich des wahren   L i c h t e s   d e r   W e l t   bedarf.


Wie Ihr für Mich zeugen könnt 8. Januar

Ich rufe Euch auf, um Mich bekannt zu machen –
 
Durch Euren unwankelbaren Glauben an Mich.
 
Durch Eure Freude, die sich durch keine Schwierigkeiten auf Eurem Weg unterdrücken lässt.
 
Durch Eure liebevolle Sorge für die Schwachen und Verirrten.
 
Durch Eure Annahme Meiner Gabe des Ewigen Lebens.
 
Durch Eure wachsende geistige Entwicklung, den Beweis für jenes innere Leben, das allein imstande ist, sie hervorzubringen.
 
Macht Mich in immer weiteren Kreisen bekannt durch Eure Gemütsruhe, durch Euer unbeirrbares Festhalten an der Wahrheit.
 
Gebt Kunde von Mir durch Meinen Geist, der in und um Euch ist; lasst stets Euer Betragen und Euer Wort für die Macht und das Wunder Meiner Gegenwart Zeugnis ablegen.
 
Auf diese Weise werden alle Menschen erkennen, dass Ihr Meine Schüler seid und dass Ihr nie Anspruch auf die Anerkennung Eurer eigenen Persönlichkeit, sondern auf Mich, den Christus-in-Euch, erhebt.


Ein Haus voll Liebe 9. Januar

Bringt der Erde Begehren in Euch zum Schweigen, damit Ihr das Nahen Meiner Schritte nicht überhört. Ich schenke Euch die Stärke eines Kämpfers und das stürmische Verlangen eines Liebenden.
 
Lasst Euer Herz erschauern unter dem Glück des Rufs « E R   K O M M T ! » Schliesst alle Gedanken aus bis auf den Einen an Mich, an Mein Eintreten. Ruhe für die Seele und Trost für das Herz bringe Ich Euch. Vergesst alles andere.
 
Lasst Mich die Mühsal und Bürde von Euren Schultern heben. Sie ist nun Meine Last, die Ich für Euch trage. Hier in der Stille wollen wir ruhen, wobei Ihr neue Kraft empfangt.
 
Eine armselige Umgebung, nach Eurem Gefühl, für den König der Könige! Ich aber sehe Euer Haus voll Liebe als das, was die Liebe daraus gemacht hat! Ich komme von Türen, die Mir verschlossen blieben, hinter denen die Jugend versucht ohne Mich zu leben; hinter denen Alte, die sich stets geweigert hatten, auf Mein Flehen und Pochen zu antworten, Mich nun nicht mehr hören können und in Stille und Verlassenheit sitzen.
 
Tröstet Mich, Meine Kinder. Macht aus Euren Herzen ein Heim der Liebe für den «Mann voller Schmerzen», der auch heute noch so oft von den Menschen verspottet und abgewiesen wird. Und doch würde Ich ihren Schmerz in Freude verwandeln.


Wie die Persönlichkeit verschwindet 10. Januar

Lege Deinem «Ich» in Meiner Gegenwart stets mehr das Schweigen auf. Es wird absterben, nicht durch menschlichen Kampf und auch nicht bezwungen durch ein Bittgebet, sondern dadurch, dass es sich Meiner Anwesenheit und der Grösse Meines Geistes bewusst wird. Dadurch schrumpft Euer «Ich», Eure Persönlichkeit, zusammen, bis sie leblos wird und ganz verschwindet.
 
Es ist so sehr nötig, dass Ihr bei Mir verweilt und durch ein so vollständiges Verstehen, als der Mensch es je zu verwirklichen vermag, Mir ganz, ganz nahekommt.
 
Seht Ihr jetzt nicht ein, wie notwendig die umfassende Schulung und die harte Zucht war, die Ich Euch auferlegt habe? Sie sind lebenswichtig, weil sie Euer Wesen auf die Kenntnis Meiner Gedanken und Absichten abstimmen. Wenn Ihr dieselben Gedanken hegt, wie Ich sie hege, dann seid Ihr imstande, die Vorhöfe des Tempels zu betreten, und im Allerheiligsten die Bedeutung dessen zu erfassen, das hinter Allem lag, was Ich sagte, tat und war.
 
Opfert alles dafür auf, um dieses Ziel zu erreichen. Eure Arbeit muss von Begeisterung beseelt sein. Wo aber könnt Ihr diese Begeisterung empfangen, ausser in Meiner Gegenwart?


E U R E   gute Botschaft 11. Januar

«Wie lieblich sind auf den Bergen die Füsse derer, die gute Botschaft bringen ..., die da Frieden verkündigen.»
 
Wenn Ihr Euch einmal erschöpft fühlt, stellt Euch dann vor, dass E u r e Füsse die Füsse derer seien, die Gute Botschaft bringen. Dies wird Eurem Schritt die Müdigkeit nehmen und Eurem Gang federnde Freude geben.
 
«Gute Botschaft bringen» – «Frieden verkündigen»! Welch ein freudvoller Auftrag! Fröhlichkeit und Frieden zu verbreiten! Vergesst dies nie, und die Freude über Eure Botschaft und Euren Auftrag wird mit Frohsinn alles erhellend und verändernd von Euch ausstrahlen.

Leuchtende Schatten 12. Januar

«Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mich in der Hölle, siehe, so bist du auch da.»
 
Es ist für den Menschen gut zu wissen, dass sein Herr und Meister immer bei ihm ist, in jeder Gefahr, jeder Veränderung, jedem scheinbaren Zufall. Es ist gut, mit Mir als Gefährten über die dunklen Wasser zu schreiten.
 
I c h   schuf die Finsternis nicht. Es war auch nicht der berechnende Gedanke eines Künstlers, düsteres Dunkel zu erschaffen, damit Mein Licht mit um so grösserer Helligkeit zu strahlen scheine.
 
Eigenwille und Sünde haben der Erde Schatten verursacht, aber – Ich bin bereit, Euch auf den dunklen Pfaden zu begleiten, so dass sogar der Ort der schwärzesten Finsternis durch Mein Licht der Sonne der Gerechtigkeit erleuchtet werde.

Bekämpft die bösen Mächte 13. Januar

Ihr werdet eine mächtige Waffe gegen das Böse werden, da ihr in stets steigendem Masse die Träger göttlicher Kraft werdet. Begreift ihr nun – da dem wirklich so ist – wie völlig unrichtig Eure Erwartung sein musste, dass das Böse Euch in Ruhe lassen könnte? Es ist doch nur sein Vorteil, Euch soviel als möglich in die Quere zu kommen und Fussangeln auf den Weg zu legen.
 
Stellt Euch vor, wie Diejenigen, welche in der unsichtbaren Welt voller Liebe für Euch sind, den Kampf beobachten, und sich danach sehnen, Euch durch Meine Stärke zu Meiner Ehre siegen zu sehen!
 
Die grossen Schlachten Eurer Welt werden im Unsichtbaren ausgekämpft. Fechtet dort Euren Streit und gewinnt ihn. Ihr werdet mehr als nur Sieger durch IHN, der Euch liebhat. Kämpft gewappnet mit der ganzen Rüstung Gottes, die Er für Euch bis ins Kleinste vorbereitet hat. Sieger durch Mich – Eilt vorwärts – Sieg ist in Sicht!


Wie Freude entsteht 14. Januar

Die Freude, die dem Erkennen Meiner Führung folgt, ist von jeher   d i e   Freude gewesen, die Meine Jünger stärkte und stützte.
 
Sie ist das Ergebnis des Wunsches, ausschliesslich und allein Meinen Willen bis in alle Einzelheiten zu tun. Sie entsteht dann aus der anschliessend sich einstellenden Erkenntnis über die wunderbaren Mittel und Wege, über die Ich verfüge, um für Euch handeln zu können, wenn Ihr das Pläne-machen   M i r   überlasst.
 
Wahrlich: Alle Dinge, jede Begebenheit an jedem Tage, alle dienen gemeinsam zum Besten Denjenigen, welche Mich liebhaben. Meine Wunder-wirkende Kraft kann aber nur in Tätigkeit treten, wenn es kein «Wider den Stachel Löcken» und kein Durchkreuzen Meines Willens gibt.
 
Ob Ihr hier auf Erden wandelt, oder frei von irdischen Beschränkungen in Meinem Himmel seid, – es ist immer Der Himmel, mit Mir zusammen zu sein. Die Menschen haben es versucht, den Himmel in Begriffen von Musik und Gesang darzustellen. Dies ist aber nur ein Bestreben, die Wonne auszudrücken, die sie bei der Gemeinschaft mit Mir hier auf Erden schon erleben, während sie deren vielfache Stärke im Himmel ja nur vorauszuahnen vermögen.


Wo Gefahr droht 15. Januar

Ich bin bei Euch – der aufmerksame Zuhörer; immer bereit, Eure Bitten anzuhören; immer bereit, alles zu sagen, dessen Euer Herz bedarf.
 
Haltet Euch mehr mit Mir zusammen in der Absonderung auf, denn hieraus entwickelt sich mit der Zeit Eure Fähigkeit, Andern helfen zu können.
 
Wahre Herzenshaltung, seelisches Gleichgewicht und geistige Stärke werdet Ihr in stets reichlicherem Masse besitzen. Meint aber niemals, Ihr könntet Andern aus Eurer eigenen Kraft und ohne Meine Hilfe beistehen, denn das ist gefährlich.
 
Euer Sichselbst-wichtig-Nehmen zerstört Eure Dienlichkeit und raubt die Lebenskraft, da   E u r e   Stärke so sehr begrenzt ist. Die   M e i n e   ist grenzenlos.
 
Werdet stets mehr und mehr abhängig von Mir, – werdet aber auch immer mehr davon überzeugt, dass Ihr   A l l e s   durch Mich, mit Meiner Hilfe vollbringen könnt.


Der Gegner im eigenen Innersten 16. Januar

Werdet nie mutlos. Vernichtet auf Eurem Werdegang die stolze Persönlichkeit, denn auf der Asche dieses getöteten Selbsts werdet Ihr wachsen.
 
Immer weiter vorwärts mit Mir! Lasst der Erde Ärger und Verdruss Euch nicht beeinflussen! Da Ihr nicht gleichzeitig Mir folgen und Eurer Persönlichkeit huldigen könnt, entledigt Euch ihrer, koste es, was es auch wolle, sobald ihre Ansprüche Euch zu stören beginnen; nur auf diese Weise könnt Ihr geistige Ruhe bewahren.
 
Nicht Eure äusseren Umstände, sondern Euer   S e l b s t   ist der Feind. Die Gegner des Menschen sitzen in seinem eigensten Inneren.
 
Beschuldigen Andere Euch zu Unrecht? Ich wurde geschmäht, aber Ich schmähte nicht wider!


Grosse Seelen 17. Januar

Ich bin hier. Erfasst die Tatsache Meiner Gegenwart. Meine Liebe umgibt Euch. Lasst Euch mit Meiner Freude erfüllen.
 
Ihr werdet in der Tat geführt; – aber erst, wenn Ihr damit zufrieden seid, wie kleine Kinder an der Hand genommen zu werden, lebt Ihr wahrhaft und ganz im Himmlischen Reich.
 
Wer mit Mir lebt, dessen Leben spielt sich in ungekünstelter, kindlicher Einfachheit ab. Einfache Seelen sind die grossen Seelen, denn in der Einfachheit liegt Grösse.


Freude am Zusammensein 18. Januar

So viele betrachten das Gebet ausschliesslich als ein Bittgesuch. Es IST auch eine Bitte: «Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden.»
 
Das Gebet ist aber auch ein glückliches Sich-Hinwenden zu Mir, um Mich zu treffen, rein aus Freude am Zusammensein mit Mir, aus Entzücken über Meine Anwesenheit.
 
Das Gebet ist weiterhin auch die Vorbereitung für Euer morgiges Zurückkehren zu denen, die Euch nötig haben, und zu Denen, die Meine Liebe durch Euch empfangen.


Trost und Freude 19. Januar

Ich bin bei Euch. Ich werde Euch helfen: Aus Leiden zu Gesundheit, aus Schmerz zu Freude, aus Kummer zu Behagen, aus Nacht zum Tag werdet Ihr geführt, und wird Euch geholfen werden.
 
Ohne vorher einmal eine Morgendämmerung und einen helllichten Tag erlebt zu haben, würde niemand davon träumen, welch wunderbares Morgenerwachen und welcher Glanz des vollen Tages auf die schwärzeste Nacht folgen kann.
 
Betrachtet Eure jetzige Erfahrung nicht als Dunkelheit, sondern als die Morgendämmerung, als den ersten schwachen Lichtschimmer, der auf die schwarze Nacht folgt, durch welche Ihr hindurchgegangen seid. Noch ist es nicht voller, strahlender Tag geworden. Begrüsst und preist aber die Dämmerung des anbrechenden Tages mit Mir.


Ihr könnt heute Sieger sein 20. Januar

Ich bin bei Euch. Ich erlöse Euch. Sucht aber nicht nur Befreiung von Umständen allein, sondern auch Erlösung aus den selbstgeschaffenen Bindungen, die Euch an die Erde fesseln und Euch am Eintritt in das Königreich des Dienens hindern, in dem völlige Freiheit herrscht. Alles ist gut.
 
Ihr werdet in ein völlig erneuertes Leben aufsteigen. Ihr könnt gar nicht anders als Euch höher zu entwickeln, sobald Ihr Euch von der mühseligen Arbeit und den Scherereien, Euren Sünden und Misserfolgen befreit, die Euch an die Erde fesseln.
 
Keine früher einmal begangene Sünde kann Euch in Ketten legen. Ihr braucht nur zu Mir aufzublicken und seid auch schon errettet; die Sünden sind Euch alle vergeben. Überwindet   h e u t e   Eure Schwächen mit Meiner Stärke – und nichts kann Euch mehr an Eurem Aufstieg hindern; nichts, das der Vergangenheit angehört.


Sehr, sehr grosser Lohn 21. Januar

«Ich bin dein Schild und dein sehr grosser Lohn.»
 
Der Schild, welcher Euch vor dem Sturm des Lebens und sogar vor den Folgen Eurer eigenen Fehler und Eures Versagens schützt. Der Schild, welcher Euch vor Eurer Schwäche, vor Sorge, Angst und Kummer behütet. Der Schild, welcher die Welt mit ihrem trügerischen Zauber und ihren Versuchungen von Euch fernhält. Ich bin aber nicht nur Euer Schutz und Schild, sondern auch Euer sehr, sehr grosser Lohn.
 
Nicht als Belohnung für Vollkommenheit in Eurem Leben, denn die könnt Ihr hier nicht erlangen. Auch nicht als Belohnung für Eure Taten, oder irgend ein persönliches Verdienst. Er ist das Ergebnis, der Lohn für Euer treues Suchen; die Befriedigung Eures Hungerns und Verlangens nach Mir. Ein sehr, sehr grosser Lohn!
 
Ihr empfangt dieselbe Belohnung wie der grösste Heilige, der je gelebt hat. Sie wird Euch weder als Siegestrophäe, noch als Anerkennung Eures Wertes und Eurer Vorzüglichkeit gegeben, sondern einzig nur deshalb, weil Ihr die Sucher seid, und Ich, Euer Herr, der Gesuchte bin.


Ich weiss Alles 22. Januar

Ich teile mitt Euch die Geheimnisse Eures Lebens. Welch reicher Segen könnte auf jedem Erlebnis ruhen, wenn es nur mit Mir allein geteilt würde!
 
Wie oft wird ein Juwel von ganz besonderer Schönheit seines unschätzbaren Wertes für Eure Seele dadurch beraubt, dass Ihr zuviel darüber sprecht und – Eurer Schwäche nachgebend – es mit Andern teilt. Wenn eine erst knospende Freude mit süssem Duft ungestüm zu vorzeitiger Blüte gezwungen wird,   m u s s   sie ihre Reinheit und ihren Wohlgeruch verlieren.
 
Selbst wenn Ihr Andere an früheren Sünden und Misserfolgen teilhaben lasst, kann das bedeuten, dass Euer «Ich» so lange auf den Vordergrund tritt, oder dass dadurch die für das Heute so benötigte Lebenskraft verlorengeht. Verbleibt daher am Geheimen Ort des Allerhöchsten.


Fürchtet kein Übel 23. Januar

Ich bin der Herr Eures Lebens, der Wächter über Euer innerstes Wesen, der Christus Gottes. Wenn Ihr Euch im Schutze Meines Verborgenen Ortes aufhaltet, kann Euch kein Unheil zustossen. Betet darum, dass Ihr dies begreifen lernt.
 
Lasst   d i e   Wahrheit einen Teil Eures innersten Wesens werden, dass dort, wo   I c h   bin, nichts Übles zu bestehen vermag, und Euch daher – wenn Ihr in Mir verbleibt und Ich in Euch bin – nichts Böses widerfahren kann.
 
Manchmal dauert es viele Jahre, bis man geistige Wahrheiten erfasst; manchesmal begreift man sie aber auch blitzartig in einer plötzlichen Erleuchtung.


Und Ihr? 24. Januar

Die geistigen Wahrheiten und Gesetze, die Ich Euch lehre, machen Euch durchaus nicht immer Freude.
 
Oft, nur zu oft, muss Ich einen Tadel, einen Verweis aussprechen, wenn Ich Euch daran mahne, dass Ihr Meine Befehle nicht befolgt; Entschlüsse nicht ausführt, die Ihr genommen habt, als Ihr mit Mir in Berührung standet; Meine Arbeit ohne den Geist der Liebe und Freude verrichtet; Mangel an etwas leidet, weil Eure Haltung (oft nicht Euer Herz) Meine unbeschränkten Vorräte anzweifelte.
 
Ich unterrichte Euch in keiner leichten Lehre.
 
Ich wähle keinen Blumen-umsäumten Pfad für Meine Wanderung mit Euch. Aber fasst Euch doch ein Herz, denn Ich wandere wirklich mit Euch zusammen, genau so, wie Ich einstmals mit Petrus ging, sogar nachdem er Mich verleugnet hatte.
 
E r   hat seine Sünden erkannt.   E r   ging hinaus und weinte bitterlich.
 
Und   I h r ?


Meine Entschädigung 25. Januar

Ich höre Euch zu; stellt Euch vor: Ich, Euer Herr, höre Euch zu! Nicht wie Einer, der für Euer Bitten und Flehen taub ist, sondern vielmehr wie Einer, der mit der ganzen Liebe über welche er verfügt, versucht, den ersten leisen Ruf eines seiner Kinder aufzufangen.
 
Wie oft horche Ich sogar bei denen, die Mich liebhaben, vergeblich auf ein aus eigenem Antrieb kommendes Wort der Liebe?!
 
Ruft nicht nur nach Mir, wenn Sorgen Euch drücken und Ihr erschöpft seid. Sprecht oft mit Mir, teilt mit Mir all Eure kleinen, täglichen Erlebnisse; alles, was Euch verdriesst, aber auch alles, was Euch Freude bereitet.
 
All dies bringt uns nicht nur einander näher, sondern bedeutet für Mich eine Entschädigung für die Vernachlässigung, die Ich durch Meine Welt erleide.


Das heilende Leben 26. Januar

Ich bin Euer Herr und Meister, vertraut in Allem auf Mich. Zweifelt nie an Meiner Alles erhaltenden Kraft. Schaut her zu Mir, zum Herrn über Euer Leben. Empfangt Stärke von Mir.
 
Erinnert Euch immer daran, dass die Wiederherstellung der Gesundheit, dass das Heilen durch Gotteshilfe nicht so sehr von Euren Gebeten oder von Meinem Gewähren abhängt, sondern davon, dass Ihr mit Mir zusammenlebt, stets an Mich denkt, an Meinem Leben teilhabt. Diese innige Verbindung mit Mir macht Euch wieder ganz. Schreitet glückerfüllt vorwärts, tut furchtlos Schritt für Schritt.


Hilfe für alle 27. Januar

Ich habe Meine Hilfe nicht nur den Frommen und Tugendhaften versprochen. Dem Sünder, der sich zu Mir hinwendet, wie auch dem Heiligen, der ganz mit Mir lebt, Beiden offenbart sich Meine Wunder-wirkende Kraft in gleicher Weise.
 
Weltliche und auch geistige Hilfe verschenke Ich freigebig, und zwar nicht als eine Belohnung für gutes Verhalten, sondern als Erfüllung Meines Gelübdes, das Ich all Denen gegenüber abgelegt habe, die an Mich glauben.
 
Sobald ein Suchender sich zu Mir hinwendet, bereite Ich sofort den Weg für die erflehte Errettung vor. Wenn er dann Meinen Plan kennengelernt und Meine Absicht begriffen hat, danach aber versäumt, die darin für ihn vorgesehene Aufgabe zu erfüllen, – wie kann dann Mein Heilen seiner körperlichen und geistigen Krankheiten, oder die Versöhnung weltlicher Zwietracht zustandegebracht werden?


Euer Verteidiger 28. Januar

Gott hat Mich dem Menschen zum Geschenk gemacht. Nur dadurch wurde es dem Menschen möglich, Gott als Vater kennenzulernen. Nur dadurch konnte der Mensch wissen, dass er stets einen Fürsprecher bei Gott hat: den sündenlosen Christus.
 
Es gibt daher immer Einen, der Euren Fall versteht, und dessen dringende Bitte nicht überhört werden kann. Denn Er hat das Recht der Sohnschaft, und Er ist's, der das Recht besitzt, für Euch zu sprechen.
 
Wenn Er für den sündigen Menschen auftreten darf und volle Verantwortung für ihn übernimmt, welch besseren Anwalt könntet Ihr Euch wünschen? Er weiss und versteht Alles. Er hat Schmerzenstränen, Herzeleid und jede Versuchung überwunden. Er kann Euch verteidigen wie kein Anderer.
 
Seine eigenen Versuchungen waren so gross und wirklich, dass Er, der Sieger über alle blieb, das liebevollste Erbarmen für den Unterlegenen fühlen kann. Er weiss, wie täuschend rein und redlich das Üble sich vorzutun vermag und weiss auch die zusätzliche Belastung durch das verdorbene Blut und die ererbte Schwäche und Sünde richtig werten.
 
Gott gab Seinen einzigen, Ihm je geborenen Sohn hin. DIESES GROSSE GESCHENK BIN ICH, Euer Freund, Euer Begleiter. Überlasst alles Mir, Eurem Fürsprecher, der Ich Mich während Meiner Erdenjahre im Verteidigen geübt habe, wenn Ich auch nie für Mich selbst kämpfte, sondern immer nur für Andere, für jeden, der seine Angelegenheiten ganz in Meine Hände legte.


«Wer überwindet, ...» 29. Januar

Nehmt Euch die vielen Stellen des «Wer überwindet, ...» in der Offenbarung Jesu Christi an Seinen Knecht Johannes zu Herzen und Ihr werdet die innige Vertrautheit mit Mir erkennen, die als das Ergebnis dieses Überwindens versprochen wurde. Der landläufige «Glaube» allein genügt nicht. Das wahre An-Mich-Glauben kommt dem Besitz des Ewigen Lebens gleich, das jedoch ein anvertrautes Gut ist und mit dem genau so gearbeitet werden muss, wie mit den anvertrauten Pfunden in Meinem Gleichnis.
 
Es ist nicht nur etwas, worüber man sich bloss freuen soll.
 
Das Ewige Leben ist eine erfrischende, neugestaltende, bereichernde, reinigende und veredelnde mächtige Kraft, welche durch Alle, denen Ich sie anvertraue, voll und ganz und bis zum Äussersten betätigt werden muss.
 
Hierin versagen Meine Diener so oft und gelangen deshalb nicht bis zum Wunder der Gemeinschaft mit Mir. Behütet diese Wahrheit.


Mehr Liebe 30. Januar

Ich komme zu Euch als ein wahrhaft williger Gast. Erinnert Euch daran, dass Liebe immer anzieht. Liebe ist die magnetische Kraft des Universums. GOTT IST LIEBE, ist die Kraft, welche alle Menschen auf verschiedenen Wegen zu Ihm selbst hinzieht.
 
Bedenkt, dass auch Eure Liebe, da sie Gottes ist, dieselbe magnetische Kraft besitzt. Sendet Eure Liebe aus und Ihr werdet diejenigen zu Euch ziehen, denen Ihr zu helfen wünscht.
 
Wenn Ihr dieses Ergebnis nicht erreicht, untersucht dann Eure Lebensführung, denn dann fehlt es Euch an Liebe und wird mehr Liebe benötigt.


Besuch am Abend 31. Januar

Mit leisen Schritten nähere Ich Mich abends, Ich, Euer Meister. Mein Tagewerk war lang und mühsam. Herzen, nach denen Ich Mich gesehnt, nach denen Ich verlangt habe, kehren sich noch immer von Mir ab.
 
Ich sehe die alten Leute, wie sie ohne Mich einsam und trostlos sind. Ich sehe die Enttäuschung der Männer und Frauen, die bei Mir die Befriedigung im Herzen finden würden, welche Andere ihnen nicht geben können. Ich sehe, wie die Jugend Mich aus ihrem Arbeits- und Vergnügungs- erfüllten Tageslauf völlig verdrängt. Ich sehe all dies und warte dennoch. Wohl klopfe Ich an, setze Ich Mich ein, rufe Ich ihnen zu; doch alles verhallt ungehört, bleibt unbeachtet, wird abgelehnt. –
 
So wie Ich damals die Verbindung zwischen dem Vater und den Menschen war, genau so müssen Meine Folglinge jetzt das Band zwischen den Menschen und Mir sein.
 
Liebe auf menschlicher Ebene, materielle Hilfe, menschliches Verstehen und menschliche Freundschaft müssen diejenigen binden, nach denen Ich Mich sehne.
 
Ihr jedoch müsst die Kanäle sein, durch welche Meine Hilfe die Menschen erreichen kann, aber auch die Vermittler, durch welche der Mensch tastend seinen Weg zu Mir findet.