I c h   r u f e   E u c h   n o c h   e i n m a l
 
O K T O B E R



Habt Vertrauen 1. Oktober

Euch geschieht nichts anderes, als was Ihr in Euren Gebeten erfleht habt und was zugleich die Erfüllung Eures sehnlichsten Verlangens ist: dass Ihr in Allem Meine Wünsche vernehmt und sie auch tun könnt.
 
Beginnt daher jeden neuen Tag völlig frei von Furcht.


Keine grössere Freude 2. Oktober

Auf Erden oder gar im Himmel kann es keine grössere Freude geben, als bei der lebhaften Vorstellung, dass M e i n   W i l l e im Kleinen wie auch m Grossen erfüllt werde.
 
Dies kann fürwahr Euer «Fleisch» sein, so gut wie Ich damals sagte, es sei Mein Fleisch. Es ist die rechte Speise für Körper, Seele und Geist, jene Dreieinigkeit des Seins, die im Tempel durch den Vorhof, das Heilige und das Allerheiligste symbolisiert wird; wo der Mensch mit Gott spricht und in Ihm verweilt.
 
In dieses Allerheiligste kann man nicht eintreten, es sei denn durch das Opfer. Indem man das körperliche und das seelische Wesen opfernd darbietet, und im Geist das Ganze mit jenem Höchsten Opfer vergleicht, das Ich für Meine Welt dargebracht habe.


Ständiger Gefährte 3. Oktober

Mein Name:   I C H   B I N.   Vor allen Welten war Ich da; unveränderlich durch alle Ewigkeit hin; unveränderlich in der Zeit.
 
ICH BIN, was Ich je durch alle Zeiten hin war.
 
ICH BIN, was Ihr immer fleht, dass Ich es Euch sein möge.
 
In einer ständig wechselnden Welt ist es für Euch nötig, viel über Mich nachzudenken, über Euren Meister, den Jesus Christus, von dem gesagt wurde: «Jesus Christus gestern, und heute und derselbe auch in Ewigkeit.»
 
Hieraus folgt, dass auch am heutigen Tag der Herr der Schöpfung, der Jesus von Nazareth, der Christus des Kreuzes, der auferstandene Erlöser, der zum Himmel aufgefahrene Herr, bei Euch ist.
 
Welche Begleitung auf den unsicheren Wegen einer stets wechselnden Welt!


Wunderbare Wirklichkeit 4. Oktober

«Oh Jesus, mache Dicht mir zur lebendigen, leuchtenden Wirklichkeit!»
 
Wollt Ihr Mich dann aber auch als lebendige, hell-strahlende Wirklichkeit zeigen?
 
Ich starb, auf dass Ich in Euch, Meinen Nachfolgern   l e b e !  Und Ihr stellt Mich der Welt als einen   t o t e n   Christus dar.
 
«Ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.»
 
Wem Ihr diese Worte auch noch so oft wiederholt, so ist doch kein vibrierendes, atmendes Leben in ihnen, gerade jetzt und hier! Eure Worte sprechen nur von Meinem Bestehen irgendwo in einer anderen Sphäre, die von dieser Erde mit ihren Freuden und Sorgen, ihren Errungenschaften und ihrem schwer-lastenden Druck weit entfernt ist.
 
Und doch möchte Ich, dass Mein Geist in all Eurem täglichen Tun in und durch Euch tätig sei.
 
Wie können die Menschen Meine Worte nur so völlig falsch verstehen?


Eins mit Mir 5. Oktober

Eins mit dem Gott der Schöpfung.
 
Eins mit dem Jesus von Golgatha.
 
Eins mit dem auferstandenen Christus.
 
Eins mit Seinem Geist, der in jedem Teil des Universums tätig ist, Kräfte spendet, erneuert, beherrscht; allmächtig ist.
 
Könnte der Mensch   m  h r   verlangen? Könnte ein Gedanke   h ö h e r   fliegen?


Machtsucher 6. Oktober

Wie armselig ist doch das menschliche Streben nach irdischer Macht, wenn die Macht Gottes mit all ihren gewaltigen Möglichkeiten dem Menschen zur Verfügung steht; wüsste er nur, wie er sie erlangen könnte!
 
Wenn man einem solchen Menschen erzählte, dass dies nur für Den möglich wird, der in Mein Reich eingetreten ist, dürfte dies wohl seine Neugierde wecken.
 
Wenn Ihr ihm aber sagtet, dass der Weg in dieses Reich nur über die völlige Selbstauslöschung führt, und von ihm verlangt, dass er Meinen Willen liebe und ihm gehorsam ist; wenn man ihm erklärte, dass er wie ein kleines Kind eintreten müsse, – dass er nur durch geistigen Fortschritt das wahre Mannesalter erreichen könne, – dass die Anstrengung lange dauern könnte und die Zucht hart sein werde, – sagt ihm all dies, und er wird sich abwenden und leer weggehen.
 
Und doch wird er dadurch – ohne es zu wissen – auf den Preis des Siegers verzichten: auf das Leben in Frieden, Macht und Freude.


Der aufwärts führende Weg 7. Oktober

Nur mit Mir und in Meiner Stärke werdet Ihr die Gnade und die Kraft besitzen, die Schwäche, das Übel zu überwinden, über Euer Selbst Sieger zu werden. Das Gewand Eurer Wesensart, Eures Charakters ist beschmutzt. Nur mit Hilfe Meiner Erlösung kann es zum Hochzeitskleid werden, dem für die Begegnung mit dem Bräutigam einzig passenden Kleid.
 
Der grundlegendste Teil der Reinigung des Kleides besteht im festen Glauben an Mich als Euren Heiland und Erlöser. Anschliessend muss bei jedem Fehler und bei allem Bösen in Eurer Natur die alles Übel ausrottende Macht angewendet werden, die Ihr nur dadurch erlangen könnt, dass Ihr Euch auf Meine Stärke verlasst, mit Mir zusammen lebt, Mich liebhabt und gern Meinen Willen tut.
 
Nur so ganz allgemeiner, lauer Glaube an mich als Euren Heiland und Erlöser genügt aber durchaus nicht. Nehmt Euch jetzt fest vor, stetig den aufwärts führenden Weg zu beschreiten, stark in Mir und in der Gewalt Meiner Macht.


Herr, hilf Du mir 8. Oktober

«Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.»
 
Ich will es, – Du seist rein und ganz!
 
Befreit von allem, was die Reinheit Deiner Seele beschmutzt.
 
Gesichert vor barschem Urteil.
 
Errettet aus dem Ungehorsam gegen Mein Gebot.
 
Erlöst von allem, was wider Meine Gerechtigkeit ist, was sich an Meiner Liebe versündigt. Ich will es: Du seist rein.


Überwindet Eure Wünsche 9. Oktober

Das lauschende Ohr – Übt Euer lauschendes Ohr, dass es Mich höre.
 
Der erste Schritt dazu besteht darin, die irdischen Wünsche zu überwinden und nur ausschliesslich Meinen Willen zu wollen.
 
Begieriges Verlangen, das zwingen will, muss unter Eure Gewalt gebracht werden.
 
Dann folgt Eure Wendung nach Innen, um mit Mir zu sprechen.
 
Danach erst kann Euer Ohr versuchen, Mich zu hören


Beispiel des Petrus 10. Oktober

Mein Kind, Ich werde Dich nie im Stiche lassen.
 
Dieses Versprechen hängt nicht von Deiner Vollkommenheit ab, sondern nur davon, dass Du Meinen Willen annimmst und Dich bestrebst, stets in Übereinstimmung mit ihm zu bleiben.
 
Um Dich glücklich zu machen, gebe Ich Dir jedoch Gottes Versicherung, dass – selbst wenn es   D i r   nicht gelingen sollte, grosse Taten zu vollbringen, Du aber in Deinem Bestreben standhaft bleibst – I c h keine menschliche Schwäche zum Vorwand nehmen kam, und Mein Versprechen daher erfüllt werden   m u s s .
 
Als Ich Petrus erwählte, sah Ich in ihm nicht nur den Mann, der nach seinem Versagen und der Verleugnung Meiner eine Macht für Mich in Meiner Stärke werden würde; Ich wählte ihn auch, damit Andere in ihrer eigenen Hinfälligkeit und Schwäche frischen Mut fassen möchten, wenn sie sich an seinen späteren geistigen Fortschritt erinnerten und sahen, wie Ich ihm trotz allem verziehen und ihn in Meine Liebe aufgenommen habe.


Alles klar und deutlich 11. Oktober

L i e b e   ist die grosse Macht des Verstehens ;   L i e b e   erklärt alles, macht alles begreiflich und deutlich.
 
Wie könntet Ihr Mich verstehen, wenn Ihr Mich nicht liebt? Wie könnten die Menschen Meine Absichten begreifen, wem sie Mich nicht liebhaben?
 
L i e b e   ist wirklich die Erfüllung des Gesetzes. Sie ist das Verstehen des Gesetzes.
 
Wer   l i e b t,   ist aus Gott geboren, denn er tritt in ein neues Leben in Gott ein, der DIE LIEBE ist. Lebt in dieser Liebe.
 
L i e b e   ist's, die den Boden für Meine Lehre vorbereitet, die das härteste Herz erweicht, die den lauen Gleichgültigen geneigt macht, die Verlangen nach Meinem Reich erzeugt.
 
Darum: Habt lieb! Liebt Mich zuallererst; liebt danach alle Andern und verbindet sie auf diese Weise mit Mir.


Augen des Geistes 12. Oktober

Ihr habt noch viel zu lernen.
 
Das Leben wird nicht ausreichen, um Euch alles lernen zu lassen. Aber Ihr erwerbt Euch das geistige Sehen, das die Augen des Körpers ersetzt, wenn Ihr in ein Leben des tieferen Verstehens mit Meinem Vater und Mir eintretet.


Gleichnisse gleichen Blütenknospen 13. Oktober

Zieht noch eine. weitere Lehre aus Meinem Gleichnis: «Es hatte ein Gläubiger zwei Schuldner ... » Lernet nämlich daraus, wie Ihr Andern vergeben müsst, indem Ihr Euch   M e i n e   Art von Verzeihen begangener Sünden vergegenwärtigt, Mein Verzeihen für das langsame Lernen der Aufgaben, für Fehler und Versäumnisse, die Ihr Euch selbst zu leicht nachseht, die aber Eurem Fortschritt und Eurer Arbeit für Mich hinderlich sind.
 
Könnt Ihr Andern dieselbe Geduld zeigen, die Ich mit Euch habe?
 
Könnt Ihr Andere auch aufs Freigebigste beschenken, während Ihr auf Meine unbeschränkte Grosszügigkeit Anspruch erhebt? Sinnt einmal hierüber nach!
 
Meine Gleichnisse gleichen Blütenknospen. Nur in der Sonne der Selbstentledigung und des Fortschritts im Geiste entfalten sie sich und werden sie zur Blume.


Aufnahmefähigkeit 14. Oktober

Nur diejenigen, welche in engster Fühlung mit Mir stehen, durch Meinen Geist befeuert, durch Meine Liebe angesteckt werden, und von Meiner Stärke durchtränkt sind, behalten die federnde Lebenskraft und die Aufnahmefähigkeit für neue Lehren.
 
Das Kinderherz, das Ich Meinen Folglingen auferlegt habe, ist immer bereit, sich erneuern zu lassen, ist immer empfänglich für alles, was für das «neue Geschöpf in Christus Jesus» vorbereitet wird.


Der Weg des Herrn 15. Oktober

Meinem Eintreten in ein Menschenleben muss immer eine Zeit der Vorbereitung vorausgehen. Das ist die Arbeit Derjenigen, die Mich bereits kennen.
 
Die Vorbereitung kann in jedem einzelnen Fall verschieden sein. Der Täufer kam mit seinem donnernden: «Tut Busse!» «Tut Busse!»
 
In vielen Fällen wird eine liebende, helfende Hand nötig sein, bevor der Boden für Mich, den Sämann, aufnahmebereit ist.
 
Macht Meinen Weg frei: durch liebenden Umgang, durch ein Geist-geleitetes Vorleben, durch zärtlich-liebevolle Hilfe, durch das unwankelbare Festhalten an Wahrheit und Gerechtigkeit, durch Bereitschaft zur Selbstaufopferung, durch viele Gebete. Bereitet den Weg für Euren Herrn!


Im gleichen Schritt 16. Oktober

Das will heissen, dass Ihr Euch Mühe gebt, Euren Schritt dem Meinen anzupassen. Seid Euch aber ganz deutlich und mit dem an Gewissheit grenzenden Vertrauen davon bewusst, dass Ich immer Meinen Schritt Euer Schwäche angleichen werde.
 
Göttliche Zurückhaltung entspringt immer einem innigen Verstehen. Mit Mir an Eurer Seite könnt Ihr hoffen und zuversichtlich sein, dass Ihr eines Tages Meinen steten Schritt zum Euren gemacht haben werdet.
 
«Haltet Schritt mit uns» ruft die Welt beim raschen Vorbei-Eilen.
 
E i n e n   aber gibt's, der keine fieberhafte Hast kennt. Er ist's, der mit Euch zusammen wandert. Fürchtet Euch vor nichts.


Seht klar und hell 17. Oktober

Dann werdet Ihr auch deutlich sehen, wie Ihr das Staubkörnchen aus Eures Bruders Auge entfernen könnt. Dies gilt als Mein Versprechen.
 
Ihr bemerkt die Fehler eines Andern und verlangt danach, ihm zu helfen.
 
Hiefür habt Ihr die vom Geist eingegebene tiefere Einsicht nötig, die Euch jedoch nicht geschenkt werden kann, bevor nicht alle Widerstände weggeschafft sind. Diese werden nicht durch die Sünden Anderer, sondern einzig und allein durch Eure eigenen Sünden und Mängel verursacht.
 
Schaut daher in Euer Innerstes. Sucht Eure eigenen Unvollkommenheiten zu überwinden und dadurch die geistige Einsicht zu erlangen, die es Euch ermöglichen wird, Eurem Bruder zu helfen. Meine Versprechen werden immer gehalten.


Gnade verklärt 18. Oktober

Meine Gnade reicht für Euch aus, befriedigt alle Ansprüche.
 
Denkt intensiv über diese Gnade nach. Lest in den Schriften, was über sie gesagt wird. Lernt sie schätzen und verlangt nach ihr als Meinem Geschenk.
 
Sie kann der Zauber sein, der alles verklärt, was ohne sie gemein, öde oder eintönig wäre. Sie ist die Hefe für den Teig; das Öl für die Maschine.
 
Sie ist eine Gabe von unschätzbarem Wert. Harrt auf diesen Segen mit gebogenem Haupt und demütigen Herzens. «Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit euch.»


Ein königlicher Geber 19. Oktober

Ihr erzählt Mir, dass Eure Herzen voller Dankbarkeit sind. Ich verlange von Euch aber nicht so sehr Dankbarkeit, als vor allem die Freude Eurer Freundschaft. Werdet Euch davon bewusst, dass Ich stets gern gebe.
 
Wie es in der Schrift heisst: «Es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben.» Ich gebe gerne. Die göttliche Natur ist die Natur eines Königlichen Gebers.
 
Habt Ihr je an die Freude gedacht, die Ihr Mir bereitet, wenn Ihr zum Empfangen, zum Aufnehmen Meiner Gaben bereit seid? Wenn Ihr Euch danach sehnt, Meine Worte zu vernehmen und Meine Segnungen zu erhalten?


Gewal 20. Oktober

« ... leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, reissen es an sich.»
 
Mein Reich muss von Euch mit Gewalt eingenommen werden; durch Einsatz und Anstrengung. Wie könnt Ihr diesen Ausspruch wohl mit Meiner freien Gabe der Erlösung vereinigen?
 
Mein Geschenk wird wirklich völlig frei gegeben und nicht etwa als Belohnung für ein Verdienst von seiten des Menschen. Aber genau so wenig wie Gott und Geld g1eichzeitig in ein und demselben Leben die Oberhoheit ausüben können, kann in Meinem Reich, in dem Ich als König herrsche, ein Mensch wohnen, in welchem dessen eigene Persön1ichkeit noch eine Rolle spielt.
 
Der Ausdruck « ... Gewalt tun, reissen ... » betrifft daher Eure harte Schulung und Selbstzucht zusammen mit dem intensivsten Verlangen nach Meinem Reich und unermüdlicher Anstrengung, Meinen Willen zu erfahren und zu tun.


Saugt das Gute in Euch auf 21. Oktober

Die einzige Art und Weise, um das Übel auszurotten, besteht darin, dass Ihr Euch mit dem Guten gleichsam vollsaugt. Dies ist Mein Gleichnis von den sieben andern Geistern: «So geht er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die ärger sind denn er selbst.»
 
Dieses Gleichnis sollte den abgrundtiefen Unterschied zwischen dem mosaischen und Meinem Gesetz belichten. Die Pharisäer und der Älteste befolgten das mosaische Gesetz.
 
Ihr habt die Verschiedenheit der beiden Gesetze bereits in Eurem Leben erfahren. Ein Gebet um Kraft, der Versuchung widerstehen und das Übel überwinden zu können, ist an sich völlig nutzlos.
 
Das Übel kann in Meiner Gegenwart nicht bestehen. Lebt daher mit Mir zusammen und nehmt Mein Leben ganz in Euch auf, dann muss alles Üble ausserhalb von Euch bleiben.


Ein vornehmes Haus 22. Oktober

Obwohl Ich ein   S O H N   war, lernte Ich doch zu gehorchen.
 
Dies sollte Meine Folglinge lehren, dass sie trotz ihrer Ergebenheit und Treue zu Mir, doch nicht von Zucht ausgenommen würden.
 
Das Haus Eures Geistes wird Stein um Stein aufgebaut: Liebe, Gehorsam, Wahrheit. Es besteht ein genauer Bauplan und jede Eurer Handlungen entspricht einem Stein, der zum Aufbau des Gebäudes benutzt wird.
 
Denkt darüber nach, wie eine unrichtige Handlung, eine vernachlässigte Pflicht, oder ein Versagen in der Ausführung Meiner Wünsche nicht nur einen fehlenden Baustein, sondern auch ein mit Fehlern belastetes Gebäude bedeuten.
 
Wie mancher sonst so vornehme Charakter wird auf diese Weise verdorben, ja zu Grunde gerichtet! Baut jetzt für alle Ewigkeit.


Vergängliches Verstehen 23. Oktober

«Der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu.»
 
Dieser Friede erfüllt und umgibt die Seele, die auf Mich vertraut. Er entsteht durch eine lange Glaubenserfahrung, die ganz und gar vom Bewusstsein der nie versagenden Liebe eines Vaters durchdrungen ist.
 
Eines Vaters, der sein Kind mit allem Benötigten versieht und es beschützt; nicht nur, weil dies zu seinen Pflichten der Vaterschaft gehört, sondern auf Grund seiner sich sehnenden, tiefen und geduldig ausharrenden Liebe, die am Schützen und Vorsorgen hohe Freude hat und nicht vorenthalten werden kann.


Eine besondere Botschaft 24. Oktober

Für jeden Meiner wahren Schüler hat der Friede eine ganz besondere Bedeutung und bringt er ihm eine eigene Botschaft. Er ist ihm teuer als eine unvergessliche Erinnerung. Der FRIEDE war das Abschiedsgeschenk seines Meisters, das   E R   an Seine Jünger und durch sie an Seine Gefolgschaft in jeder neuen Generation letztwillig vermacht hat. Dies ist nicht ein Friede der gleichgültigen Teilnahmslosigkeit, der lauen Trägheit, der in Tat und Wahrheit nichts anderes als lässige Nachgiebigkeit darstellt.
 
Nein! Der FRIEDE, den Ich den Meinen vermachte, ist lebendig und stark. Er kann nur im Herzen eines Menschen bestehen, der mit Mir lebt. Er bezieht von Mir jenes Ewige Leben, das Mir gehört und das diesen FRIEDEN für immer von einer unzerstörbaren Schönheit erfüllt und mit wirklichem Leben durchdringt.


Voller Freude 25. Oktober

Eine Freude gibt es in Meinem Reich, die Meine Anhänger kennen dürften und die kein Schatten weltlicher Schwarzmalerei gefährden kann. Sie widersteht jeglicher Beeinträchtigung durch äusserliches, seelenloses und abstumpfendes Gebrauchtum.
 
Nur zu oft fehlt Meinen Folglingen Jeder Begriff davon,   w i e   voller Freude Ich sein kann. Sie sehen Mich, den JESUS, der die Stadt ansah und über sie weinte; der über all das Leiden der Menschen um Ihn hin so bedrückt war, und können sich nicht vorstellen, welch' strahlende Freude Mich erfüllen kam, wenn Mein Ruf beantwortet wird.
 
Kein Schatten des Kreuzes konnte diese Freude verdunkeln. Ich war wie ein Bräutigam unter seinen Freunden, die er selbst ausgesucht hatte, um sie an seiner Hochzeitsfreude teilnehmen zu lassen.
 
Als dieser Bräutigam weigerte Ich Mich, die vorgehaltenen Anschuldigungen der Pharisäer wichtig zu nehmen. Wir waren eine vom glühenden Verlangen, eine Welt zu retten, erfüllte Gruppe, voller Hoffnung und Begeisterung. Unser Geist konnte unmöglich in die veralteten Formen der hergebrachten Pharisäer-Gebräuche hineingepresst werden. Denkt gründlich hierüber nach und begreift Euren Meister, der Euch lieben, lachen und frohsein heisst.


Liebe ist Abgabe-frei 26. Oktober

Wie vermenschlicht, wie erdgebunden sind doch die Gedanken und Vorstellungen, die der Mensch sich von Gott macht. Er urteilt über Mich und Meinen Vater nach seien eigenen schwachen Regungen und Gefühlen.
 
Bei der göttlichen Liebe ist der Geliebte dem Liebenden zu keiner Gegengabe verpflichtet.
 
Gewiss zieht die Liebe an, sehnt sich der Geliebte dem Liebenden zu dienen und selbst seine Liebe zum Ausdruck zu bringen. Aber es gibt unter keinen Umständen eine Verpflichtung als   E n t g e l t   für diese Liebe.


Geheimnisse 27. Oktober

Es gibt nur einen einzigen Weg, der zur Lösung der Geheimnisse führt: den Weg des Gehorsams und der Liebe.
 
In der vollkommenen Liebe besteht jedoch keine Neugierde, sondern nur die Sicherheit, dass – wem die Zeit erfüllt ist – alles verständlich sein wird. Bis zu jenem Zeitpunkt kommt auch kein Verlangen auf, etwas von dem enthüllt zu sehen, was der Geliebte vorzog vorläufig verhüllt zu lassen.
 
Was tut es doch, wenn keines der Geheimnisse hier unten auf der Erde Euch enthüllt wird? Wenn Ihr Mich habt, habt Ihr in Mir ja alles! Verbleibt auch weiterhin in Meiner Liebe.


Jung werden 28. Oktober

Es wird nie eine Zeit geben, in der Ihr Euer ganzes SELBST, Eure ganze Persönlichkeit restlos überwunden haben werdet. Je höher und immer höher Ihr in Eurer Entwicklung steigt, desto besser und deutlicher werdet Ihr die Irrtümer und Schwächen Eures Charakters und Eures Lebens erkennen.
 
Das ist aber so, wie es sein soll. Fortschritt bedeutet Jugendlichkeit; unterbrochenes Wachstum kommt Stillstand gleich; Ausbleiben des Fortschritts und Misserfolg beim Überwinden ist das Zeichen des Greisenalters.
 
Im Ewigen Leben kann es jedoch keine Greisenhaftigkeit geben. Ewiges Leben ist jugendliches, volles und reiches Leben. «Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen.»


Kleine Schwierigkeiten 29. Oktober

Das Geheimnis der wahren Jüngerschaft besteht im Dienen in kleinen Dingen. So selten begreifen Meine Lieben dies richtig.
 
Sie sind bereit, für Mich zu sterben, aber nicht für Mich zu leben, und zwar in den kleinen Einzelheiten dieses Lebens. Ist das nicht auch so oft die Haltung der Menschen gegenüber Denen, die sie in dieser Welt liebhaben? Dass sie bereit sind, für sie die grossen Opfer zu bringen, aber keineswegs die kleinen?
 
Hütet Euch hiervor, wenn Ihr in Meinem Dienst steht.
 
Nehmt kleine Unannehmlichkeiten gern auf Euch, überwindet kleine Anwandlungen von Hochmut, von Selbstsucht und bemeistert die kleinen Schwierigkeiten. Dient Mir in den kleinen Dingen; seid Meine Boten für die kleinen Aufträge.


Meine Hand 30. Oktober

Wiederum betone Ich, dass der Dienst derer, die Mir folgen, stets einer aus Liebe, und nicht aus Pflicht sein muss.
 
Versuchungen können so leicht einen gefassten Beschluss zunichte machen, der auf Furcht oder auf blossem Pflichtgefühl begründet war. Gegen die Liebe hat die Versuchung jedoch keine Macht. Lebt daher in Meinem Geist und bleibt in Meiner Liebe.
 
Wenn Ihr Euch für Alles an Mich wendet und Mir in jeder Beziehung vertraut, dann kann es doch vorkommen, dass Ich Euch einmal nicht das volle Mass zukommen lasse, das Ihr verlangt habt. Erinnert Euch in einem solchen Falle daran, dass Ihr nicht gleich zu denken habt, es müsse unbedingt eine Eurer Sünden, Fehler oder Schwächen sein, die Meine fürsorgliche Hilfe daran hindert, in Euch ein- und durch Euch hin-zufliessen.
 
Unter gewissen Umständen kann Eure Befürchtung natürlich richtig sein. Vielleicht wird die Unvollständigkeit der Erfüllung Eurer Bitte aber auch nur dadurch verursacht, dass Ich Meine Hand für einen Augenblick zurückhaltend auf Euch lege und Euch zuflüstere: «Lasst jetzt alles ruhen; sondert Euch von den Andern ab und ruht eine Weile bei Mir.»


Sucht keinen Überschuss 31. Oktober

Ich möchte Euch aufs neue einprägen, dass es von Eurer Bereitschaft und Fähigkeit Mir als Kanäle zu dienen abhängt, wie reichlich und wie regelmässig Ich Euch mit Meinen Vorräten versehen kann.
 
Falls Ihr alles für Euch selbst Benötigte behaltet und beabsichtigt, von Eurem Überschuss Mir und den Meinen etwas abzugeben, dann werdet Ihr nie einen Überschuss haben. Ich versprach Euch, für alles zu sorgen, was Ihr nötig habt. Wenn Ihr Euch daher durch Wegschenken selbst arm macht, ersetze Ich Euren Verlust. Wagt dies zu tun und versucht diese Lehre in ihrer ganzen Tragweite zu erfassen.